Weihnachtskleid? Wirklich? Welches?

WKSA 2022!
13.11. Ideen für Schnitt und Stoff kein Beitrag von mir
27.11. Entscheidung ist gefallen hier
11.12. Zwischenstand 
18.12. Finale

Meine Entscheidung ist nicht gefallen.

Ich komme sogar zu spät zum ersten Termin. Das hätte ich da sagen wollen und tue es jetzt zum 2. Termin:

Das letzte, unfertige Projekt im Nähzimmer könnte/sollte das Weihnachtskleid 2021 und jetzt 2022 werden. Beim Sommernähtreffen im Jahr 2021 waren wir im Museum Draifleesen und haben diese kleine Ausstellung „Hohe Schneiderkunst“ gesehen. Gezeigt wurde auch ein Diorkleid von 1954. „Och, das näh ich mir mal selber“, habe ich gesagt. Und schon mal nach Schnittmuster und Stoff Ausschau gehalten. Letztes Jahr hat dann aber der rote Anzug den Vortritt bekommen. Das war auch richtig entschieden. Ich trage ihn viel und gerne. Für dieses Jahr steht das Kleid wieder auf dem Program.

Stoff und Knöpfe sind auch schon da

Aber dann ist mir letzte Woche ein verrücktes neues Projekt in den Sinn gekommen.

Quelle

Das sind Rock und Hemd. Der Leostoff ist tatsächlich aufgenäht, der Übergang ist fransig und um die Schwierigkeiten zu vervollständigen, der Karostoff ist quer zum Fadenlauf verarbeitet. Und irgendwie sieht es interessant aus, nicht war?

Auch für dieses Projekt gäbe es schon einen Stoff und den Leoprintstoff würde ich durch Spitze ersetzen.

Aber, brauche ich wirklich noch ein Kleid? Hier hängen mindestens 6 wintertaugliche Kleider und oft, sehr oft, ziehe ich Hosen und Pullover an!

Aber der WKSA ist doch eine Tradition!!! Ich bin unentschieden.


Winterquilt „Butterfly“

Den Sommerquilt Paratiisi mag ich sehr aber jetzt im Herbst, mit nur kleiner Heizung, kann es auch etwas wärmeres sein.

Im Nähzimmer lag seit 2020 ein kleiner Stapel mit einem angefangenen, aufwendigen Quilt. Der Japanquilt von Katharina hat mich begeistert. Angang 2011 hat sie ihn gezeigt und er ist mir immer mal wieder in den Sinn gekommen. Das Muster Schmetterling, manchmal auch Spulen genannt, ist damals offensichtlich europaweit populär gewesen. Ich habe jedenfalls eine vielzahl von Beispielen im Netz gefunden. Katharinas Quilt hat seinen Ursprung in einem japanischen Quiltbuch. Das habe ich mir besorgt und dann irgendwann 2020 angefangen, einige Quadrate genäht und wieder aufgehört. Nachdem ich diese Anleitung gefunden und ein paar Quiltlineale besorgt hatte, ging es etwas besser mit dem Muster, langweilig wurde es aber doch und ich habe alles wieder in einer Kiste verstaut.

Erst der Vorsatz die Projektstapel zu reduzieren (und der Wunsch nach mehr Wärme auf dem Sofa beim Mittagsschlaf) hat mir die nötige Disziplin gebracht auch dieses Langzeitprojekt zu beenden. Zu meiner heimlichen Freude habe ich drei kleine „Fehler“ eingebaut.

FERTIG!!!!!!

Hier jetzt einige Fotos von zwischendrin

300 Quadrate habe ich zugeschnitten und genäht und jedes Quadrat hat 7 Teile!! Die meisten Stoffe sind Reste. Ich finde Stoffe aus meiner Anfangszeit als Näherin, Erbstücke von meier Mutter, solche als meine Kinder noch klein waren, Schnipsel von meiner Kleidung, alte Oberhemdenreste meines Mannes, Stoff der für die Enkelkinder verwendet wurde usw.

Vor einiger Zeit hatte ich ein Rolle mit zugeschnittenen Stoffstreifen zum Quilten geschenkt bekommen. Die wurde auch verarbeitet.

Als Rückseite habe ich ein dickes, graues Biobaumwollfleece gekauft und die Füllung ist wieder Fleece mit einer Mischung aus verschiedenen Fasern. Quilters Dream heißt die Firma. Na dann. Es läßt sich gut darunter schlafen. Und die große Mühe die es gemacht hat die Decke mit der Maschine zu Quilten, den habe ich schon fast vergessen. Der Durchlass meiner Nähmaschine ist so klein. der halbe aufgerollte Stoff passte nur ganz knapp dadurch.

Ein sehr buntes Teil ist es geworden. Und ich bin so froh das es fertig ist. Drei Decken (Fischgrätquilt, Sommerquilt, Winterquilt) reichen für den Bedarf meines Haushaltes.

Und im Prinzip waren das alles Fingerübungen für den Reisequilt. Das sollte jetzt was werden!!

Sommerquilt „Paratiisi“

Nachtrag vom letzten Jahr. Dieser Quilt ist schon im Frühjahr 2021 fertiggestellt worden.

Vor einiger Zeit habe ich meine Sofaecke neu beziehen lassen und der Fischgrätenquilt hat mir dazu nicht mehr sehr gut gefallen. Angefangen und dann in die Ecke gelegt hatte ich noch ein weiteres Quiltprojekt, ein Scrap Quilt, ein Projekt mit lauter kleinen Stoffstücken. Hier habe ich den tatsächlichen Aufwand total unterschätzt.

Ich wollte ein schnelleres Projekt! Nach längerem hin und her und nachdem ich meinen Vorsatz nur gebrauchte Stoffe für „Flickendecken“ zu verwenden über Bord geworfen hatte, stand der Plan fest.

Als Muster „Spring in Paris“ von Brigitte Heitland allerdings nicht quadratisch sondern etwas verlängert, weil als Sofadecke nützbar und als Inspiration für den neuen Stoff die Farben des finnischen Geschirrs Paratiisi das meine Tochter mir geschenkt hatte. Da ich eine sehr unerfahrene Quilterin bin, kam es mir gerade recht, dass die Designerin mit diesem Muster ein QAL (Quilt Along) organisiert hatte.

Und dann kommt das. was alle Quilterinnen kennen:

Die fertige Decke gefällt mir sehr. Als Füllung „Batting“ habe ich mich für eine dünne Fasermischung (Wolle, Seide, Viskose, Baumwolle) entschieden und die Rückseite, das „Backing“ ist ein Flanellstoff. Das dünnere Werk hat mich mit meiner kleinen Haushaltsnähmaschine nicht so sehr überfordert wie es beim Fischgrätenquilt der Fall war.

Ein schöner Sommerquilt ist es geworden.

Rock Burda 9/2022 104 -Stapelverhinderung

Die monatlichen Posts werden offensichtlich zu einer Serie. Stapelreduzierung 1 und Stapelreduzierung 2 mit der Befürchtung, dass sich ein neuer Stapel aufbaut und im November 22 zum MeMadeMittwoch geht jetzt es um die Verhinderung eines neuen Berges. Für alle drei Stoffe

habe ich nun einen Plan und der obere Stoff ist schon zu einem Rock geworden. In der Septemberausgabe 2022 hat Burda einen „super easy“ Rockschnitt veröffentlicht. Der hat mir gut gefallen. Und er passt perfekt zu den meisten T-Shirts vom Sommer. Und zu meiner Faldajacke von 10/2016.


Der mittlere Stoff könnte ein neues Postbotenkleid werden. Das blaue ist nämlich leider den Motten zum Opfer gefallen. Das Kleid näht sich schnell und hier hadere ich nur mit der auffälligen Farbe. Aus dem geschenkten Walk werde ich eine weitere Jacke nähen. Hier fällt mir jeden Tag ein neuer Schnitt ein. Mal sehn was es wird.

Der Rock wird in der Burda als „super easy“ beschrieben. Das ist er auch. Ich habe allerdings noch ein Futter hinzugefügt. Der Wollrock sitzt dann besser.
Der Schnitt ist ein gut durchdachter Wickelrock in A-Form. Vorne gehen die beiden Teile weit übereinander; die untere Bahn reicht bis zur Seitennaht. Mit unbeabsichtigtem Aufspringen sollte es keine Probleme geben. Ich habe den Schnitt übrigens um zwei Größen vergrößert. Er geht nur bis 44. Das war aber kein Problem. Anleitungen dazu gibt es an unterschiedlichen Stellen.

Die Säume habe ich mit der Hand genäht denn ich wollte keine sichtbare Nähmaschinennaht. Wo immer es sinnvoll war habe ich das Futter mit eingefaßt. Bei der vorderen Bahn geht das Futter nur bis zur vorderen Mitte damit es nicht rauslugt.

Gelbe Bluse, graue Hose, der Stapel ist reduziert

Vor einem Monat habe ich über den Projektstapel in meinem Nähzimmer berichtet. Er ist, Stand Oktober 22, zum MeMadeMittwoch, auf ein akzeptables Maß geschmolzen. Die Kartons auf der linken Seite sind leer!

Einige Projekte habe ich beendet:

es gibt jetzt Ersatzbezüge für die Kissenrollen in den Betten, die Hosentaschen meines Mannes sind wieder „dicht“, der Wollpullover ist gestopft….
einige Projekte habe ich abgeschrieben:
der dicke Stoff mit der grünen, gekochten Wolle dient jetzt als Decke auf dem Sofa und wird keine Jacke,
die zwei grünen Rockstoffe sind wieder im Lager verschwunden…….

Nur das Dior-/Draiflessenkleid wartet noch im Karton auf den Gang der Dinge. Ich denke das wird mein Weihnachtskleid.

Heute zeige ich zwei Projekte die ich schon angefangen hatte und die dann im Karton geparkt wurden weil sie mir Probleme bereitet hatten:

die gelbe Bluse,

der Schnitt ist Iam Irma. Hier hätte ich vorne etwas mehr Länge zugeben sollen. Leider habe ich die Projektbeschreibungen von Anke Grenzgänger und Julia Piek und Fein dann mitten im Nähprozess gelesen und war ob deren Problemen und meinen eigenen Schwierigkeiten so frustriert, dass ich alles erstmal zur Seite gelegt habe. Jetzt habe ich die Bluse einfach fertiggenäht und finde sie ganz annehmbar. Gut passt sie zur kleinen schwarzen Jacke aus Linton Tweed vom letzten Jahr. Die schwarze Hose ist eine meiner vielen Sasha Trousers von Closet Core. Hier habe ich offensichtlich nie einem Schnittmusterbeschreibung verfasst obwohl dieser Schnitt mein Standard für ganz normale Hosen geworden ist.

die graue Culotte

Meine Tochter hatte sich im Sommer eine unglaublich weite Culotte mit „Paperbag-„taille gekauft. Die hat mir sehr gefallen und ich wollte sich nachnähen. Der Schnitt war schnell abgenommen, ein Leinenstoff auch gefunden aber dann kamen die Bedenken – Stoff zu weich, Schnitt für mich nicht passend………..

Auch diese Hose habe ich fertiggestellt ohne auf meine innere Stimme zu hören.


Die Hosenbeine sind besonders weit weil nicht nur gerade geschnitten sondern noch weiter ausgestellt sind.
Die Taille wird mit einem Gummi gerafft und ist ganz interessant gearbeitet.
Durch den sehr breiten, extra angesetzen Saum hängen die breiten Hosenbeine ganz schön.

Im nächsten Sommer werde ich die Hose gerne tragen.

Und wie geht es weiter? Meine Nachbarin hat mir einen schönen, orangefarbenen Walkstoff geschenkt. Aus dem Lager habe ich zwei passende,karierte Stoffe gefunden. Aber für alle Schnittmuster die ich mag sind die Stoffe zu kurz.

Da türmt sich wohl ein neuer Berg auf!