Archiv des Autors: Mema

Schnittmusterbeschreibung – Dove Blouse, Megan Nielsen

Dove / Taube heißt der Blusenschnitt von Megan Nielsen. Schon im letzten Jahr habe ich ein Hemd mit diesem Schnitt genäht und dann noch eins im Herbst und jetzt wieder für den Sommer. Mir gefällt der Schnitt. Es ist ein schlichtes gerades Hemd mit gerundeten Säumen, hinten deutlich länger und einem tiefen V-Auschnitt. Die Säume haben  breite Belege. Und es gibt verschiedene Varianten weiter Glockenärmel.

Anleitung:

 

Es gibt den Schnitt nur in Englisch, als PDF und als Papierversion. Die Anleitung ist  ausführlich und vollständig. Es gab keine Probleme. Auf der Internetseite der Firma gibt es viele verschiedene Verarbeitungs- und Veränderungsvorschläge.  All das macht das Nähen einfach.

Verwendeter Stoff:

Das türkisfarbene Hemd ist aus Baumwoll-Leinencrepe und von mir gefärbt. Die dunkle Blumenbluse besteht aus dünnem schönen Polyester der weder Geruch annimmt noch mich schwitzen läßt und das neue Hemd ist aus Viskosecrepe.

 

Größen:
XS (86cm Brustweite) bis XL  (107cm Brustweite) ist der Größenbereich. Bei der ersten Bluse habe ich den Schnitt ausgemessen und XL für passend gefunden. Diese Größe nähe ich jetzt.

Verarbeitungshinweise:

Auf die sensationellen Glockenärmel verzichte ich.  Ärmel bis zum Ellenbogen gefallen mir bei diesem Schnitt am besten. Beim ersten Hemd hat der V-Ausschnitt sich verzogen. Jetzt arbeite ich immer sehr sorgfältig und setzte direkt nach dem Zuschneiden eine Stütznaht. Mit Erfolg. Das Problem ist nicht mehr aufgetreten. Alle Nähte sind mit „Französischer Naht“ gearbeitet wobei ich die erste Naht (links auf links) mit der Overlock arbeite hier eine kleine Anleitung dazu. Bei dünnen Stoffen gefällt mir das sehr. Ansonsten habe ich nichts verändert, nicht einmal den Brustpunkt verlegt. Das Hemd hat mir einfach so gepasst. Ich könnte die Schultern etwas schmaler machen aber das ist „Klagen auf hohem Niveau“.

Fazit:

Guter Schnitt, fehlerfreies Schnittmuster, große Empfehlung. So ein Hemd nach diesem Schnitt ist ein schnelles Projekt. Vermutlich werde ich auf diesen Schnitt noch weitere Male zurückgreifen.

Kapuze oder Hut für die Regenjacke

Gestern habe ich mich mit meiner Mittwochsnähgruppe zum Nähen getroffen. Mein Projekt war die rote Regenjacke aus gewachster Baumwolle zu nähen,

eine Regenjacke für die bevorstehende Reise soll das werden und darüber hinaus ein wichtiges Kleidungsstück für die nächsten Jahre. Es macht also Sinn sich die Details genau zu überlegen.
Der Schnitt gefällt mir sehr.

Der Stoff ist auch schön, allerdings ist gewachste Baumwolle schwer, besonders verglichen mit den üblichen Regenbekleidungsstoffen. Ich bin gestern beim Nähen nicht sehr weit gekommen. Schon zu einem frühen Zeitpunkt muss die Kapuze gefertigt werden und die ist ganz besonders:

Der geöffnete Reißverschluss läßt die Kapuze wie einen großen Kragen erscheinen. Die Kapuze wird unter dem Stehkragen fest angenäht und ist aufwändig zu arbeiten und sehr schwer. Alle Teile sind gedoppelt. Beim Nähtreffen habe ich am Ende brummig auf mein Werk geschaut und konnte nicht entscheiden ob ich diese Kapuze will. Die Beratung mit den Nähfreundinnen war auch uneinheitlich. Es gibt Vorteile und Nachteile. Kapuzen wie diese hier aus schwerem Stoff sind nicht besonders komfortabel. Sie drehen sich nicht mit bei Kopfbewegungen.

Ich könnte die Kapuze einfach weglassen, der Stehkragen reicht aus. Aber was dann als Regenschutz für den Kopf? Ein Schirm, gute Idee aber nicht für alle Gelegenheiten. Also ein Regenhut. Einer aus dem Rest der gewachsten Baumwolle?

Ich habe da zwei Schnitte die in Frage kommen (und im Netz gibt es weitere unzählige kostenlose). Vogue 8844 liegt hier seit langer Zeit herum.

Ich habe ihn auch schon mal für einen Urlaub genäht aber nicht wirklich benützt.

Und dann gibt es noch die Hutschnitte in dem alten Nähbuch „Selbstgeschneidert – ganz perfekt“. Constanze / Nahtzugabe hat vor einiger Zeit darauf hingewiesen und auch einen der Hüte erfolgreich genäht.

Hier gelte es aus verschiedenen Modellen zu wählen:

 

 

 

 

 

 

 

 

Also Kapuze oder Hut oder beides? Einen Hut nähen und die  Kapuze getrennt nähen um sie dann bei Bedarf mit Druckknöpfen anzuklemmen? Ich bin mir unschlüssig. Am Besten nähe ich zuerst mal eine Hochsommerbluse.

Schöne Sonntag

Das grüne Band Teil 4 – Reisegarderobe erste Überlegungen

In fünf Wochen geht es wieder los.

Die letzte Etappe unserer großen Reise entlang der alten Ost-Westgrenze

führt über Helsinki /Finnland, Tallin/Estland, nach Welikij Nowgorod/Russland und Sankt Petersburg durch den russischen und den finnischen Teil Kareliens immer RIchtung Norden bis zum Nordkap. Dann geht es über Schweden zurück. 8 Wochen werden wir uns dieses Mal vermutlich nehmen. Für die Tourismushochburgen Helsinki und Petersburg haben wir schon Unterkünfte, der Rest findet sich kurzfristig.

Der alte Mercedes, unser Reisegefährt ist schon bereit, meine Reisekleidung wird gerade zusammengestellt. Der Frühsommer im Norden ist kühl. Ich plane mit Temperaturen um die 15 Grad und immer mal Regen. Sicher wird es wärmere Tage und kältere Nächte geben. Und Theater oder Konzerte werden wir auch besuchen.  Ich brauche also eine variable Gaderobe. Und klein soll sie sein und in meinen kleinen Handkoffer passen. 16 bis 17 Oberteile und ein wenig Unterwäsche, überwiegend selbstgenäht. So hat es sich auch schon die letzten drei Etappen vorher bewährt:  2017, 2016, 2015.

Dieses Jahr sind die Farben vom Sommerkleid Vogue 1350 inspiriert. Ich werde das Kleid mitnehmen, das für die Etappe 2015 geplant und dann doch nicht fertig wurde. Im Rahmen der UFO-Aktion von Yvonet habe ich es zuende genäht und es ist großartig geworden.

 

Meine Kleidung für die letzte Etappe wird also wieder Rot/Schwarz/Weiß genau wie bei der ersten Etappe. Einige Kleidungsstücke vom Anfang werden auch wieder dabei sein.

Die Reisekleidung der Vorjahre hat sich auch im Alltag bewährt. Fast alle Kleidungsstücke trage ich noch. Heute z.B. das Jeanskleid aus dem letzten Jahr. Ich werde 2018 also aus dem Fundus schöpfen und nur wenige Teile neu nähen. Im Moment hänge ich mögliche Kandidaten ans Dachflächenfenster meines Büros und schau mal was mitkommen kann.

 

 

Neu werde ich eine Regenjacke aus gewachster Baumwolle nähen. Stoff und Schnitt (Burda 11 von 2017, Schnitt 103) sind schon klar.

Ich werde über die Fortschritte und Ergebnisse weiter berichten.

 

 

Traditionelle Familienrezepte immer an Ostern – Rueblitorte

Grüne Soße mit möglichst vielen Gästen gibt es am Gründonnerstag. Das war auch dieses Jahr so. Hier das Rezept.

Es gibt sie seit langer Zeit jedes Jahr immer wieder auch eine spezielle Torte:
die Rüblitorte. Und jedes Jahr suche ich das Rezept. Hier schreibe ich es jetzt auf damit das Suchen ein Ende hat und damit alle Familienmitglieder darauf zugreifen können.

Zunächst mal die Fotos von 2016

2017

 

und 2018

Für die Marzipandekoration sind seit einiger Zeit die erwachsenen Kinder zuständig.

Rezept:

– 6 Eiweiß und eine Priese Salz schaumig schlagen und 125g Zucker dazu rieseln lassen.
– 6 Eigelb mit 125g Zucker schaumig schlagen.
– 250g geriebene Möhren mit 300g gemahlenen Mandeln, 75g Mehl und 2 EL Zitronensaft vermischen
– Mehl/Möhrenmasse unter die Eigelbmasse heben und dann darunter die Eiweißmasse heben.
Als Aromaten können noch Kirschwasser und oder Zitronenschale dazugegeben werden.

Boden einer Springform mit Backpapier bedecken, alles bei 180 Grad 45 – 50 Minuten backen.

Die Marzipandekoration besteht aus 250 g Marzipanrohmasse mit 100 – 200g Puderzucker verknetet und Lebensmittelfarbe. Wir verwenden immer eine echte Möhre als Farbmuster.
Die Torte kann oben oder auch vollständig mit einer Marzipandecke abgedeckt werden. Die Bereiche für die Marzipanmasse werden vorher mit heißer Aprikosenmarmelade bestricken (aprikotiert). Die Ränder können auch nach der Aprikotierung mit gerösteten Mandelscheiben bedeckt werden. Für das Grün der Möhren brauchen wir noch Petersilie oder Blätter vom Anis. Gierschstengelchen gehen auch.

2018 ist die Enkelin 6 Jahre alt geworden. Da ist noch die Schoko/Erdbeer/Pferdetorte dazugekommen.

So wurde sie gemacht:
Zwei Böden aus jeweils einer Backmischung „Oetker Tarte au Chocolat“ backen. Jeden Boden halbieren. Die vier Böden werden gefüllt mit :
– 250 g Erdbeermarmelade bester Qualität, dann
– Erdbeerpüree (aus TK Erdbeeren, die frischen Beeren schmecken jetzt im März noch nicht gut),
– 200 g Creme Fraiche mit Zucker und in Scheiben geschnittenen frische Erdbeeren

Die Torte wird nur geschichtet und sonst ganz roh gelassen. Die beiden Futtertröge sind die Schokoladenschalen von Ü-Eiern, die Erdbeeren sind frisch und die Möhren wurden aus Marzipan geformt. Das Gatter besteht aus Kinderschokoladeriegeln und Mikado Schoko Sticks, zusammengeklebt mit Schokoladenglasur. Die Schokoladenglasur wurde auch verwendet um die Gatterteile an die Torte zu kleben.

Die Pferde sind aus Plastik.

El Porto heißt meine neue Sporttasche

Anfang Dezember 2011 habe ich vier El Porto Taschen von Farbenmix / Studio Tantrum genäht, allerdings sehr viel dezenter als die veröffentlichten Muster. Drei Taschen habe ich verschenkt und die sind mindestens 5 Jahre in Gebrauch gewesen und waren dann zerschlissen. Meine eigene Tasche hat auch die besten Tage gesehen und Ersatz ist eine gute Idee. Die letzten Jahre hat sie als Sporttasche gedient.

Jetzt habe ich eine neue genäht. Der Taschenkörper besteht aus grauem und beigem Filz, das Futter ist japanisches Baumwollleinen mit Druck.

Die Tasche hat fünf große Aussentaschen (zwischen dem beigen Taschenkörper und dem grauen Aussenstoff) und an den jeweiligen Kopfseiten weitere interessant konstruierte „Behältnisse“. Die unterschiedlichen Konstruktionen machen das Nähen sehr spannend und kurzweilig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innen versteckt sich eine weitere, mit einem Reissverschluss gesicherte Tasche und ein Band mit Karabinerharken.

Wenn diese Tasche auch wieder 7 Jahre hält , dann hat sich die  sehr Investition gelohnt.

Ich habe dann noch mal ein kleines Treffen der beiden alten Taschen und der neuen Tasche organisiert: