Wickelkleider aus Jersey sind bequem, praktisch aber vor allem auch chic. Nur ein Mal ist es mir aber gelungen ein passendes Kaufkleid zu finden.
Im letzten Jahr habe ich also eins genäht. Den Schnitt (Knipmode spezial Oktober 10, Hilko, die Herbst-Trendstoffe, Schnitt 103) hatte ich schnell gefunden aber passenden mittelfesten Jersey mit Druckmuster das mir gefällt, das ist wirklich schwierig gewesen. Ich wollte den Stoff anfassen und testen, also kam nur ein Stoffgeschäft in der Nähe infrage. Am Ende habe ich mich für einen wildgemusterten bunten Stoff aus dem Ausverkauf entschieden. Er ist ein Kompromiss, eigentlich etwas zu dünn und die Musterung ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Für mich ist es ein Testkleid in mehrfacher Hinsicht. Die technische Zeichnung kam ganz harmlos daher. Ich war zuversichtlich, das Kleid nähen geht schnell! Ha, vertan. Die Innenausstattung hat es in sich. Natürlich habe ich Schulter und Ausschnittnähte mit Band stabilisiert – dünner und flexibler Stoff!!
Aber der Verschluss, das eigentliche Wickelteil ist sehr originell konstruiert. Es gibt zwei Wickelbänder! Eins läuft innen, vom rechten Vorderteil zur rechten Taille und das andere sitzt außen und geht vom linken Vorderteil zur linken Taille. Ober- und Unterteile werden mit Taillenbänder zusammengenäht. Es hat richtig lange gedauert bis ich das System verstanden habe.
Nachtrag 14. Juni 2012: Nun habe ich noch eine Schnittmusterbeschreibung für mein Achiv verfasst.










