Archiv der Kategorie: jacket

Strickanzug für die kalte Jahreszeit

Schon länger lag die Schnittmusterkombination Como von StyleArc bei mir rum.

Como gibt es als weite Hose mit Gummizug, Cardigan und ärmelloses Top. Mit Blick auf kühle Herbstabende auf dem Sofa mit Bienen- oder Nählektüre habe ich Hose und Cardigan jetzt aus mittelgrauem Strickstoff aus Wolle genäht. Der Stoff lag schon lang im Schrank, hochwertiger Romanit in völlig nichtssagendem Grau. Das Shirt ohne Ärmel erschien mir für meinen Zweck unsinnig. Ich kombiniere es lieber mit meinen langärmeligen Shirts.

Und wie ist es geworden? Hochwertige Kleidung in nichtssagendem Grau, sehr bequem, sehr kuschelig…. Genau das, was auf dem Sofa gut zu gebrauchen ist. Es muss sich von innen gut anfühlen. Und das tut dieser Anzug. Heute beim MMMittwoch im November wäre genau das richtige Wetter dafür wenn ich nicht zum Bielefelder Nähtreff ginge.

Allerdings, den Cardigan habe ich neulich sogar zum Einkaufen getragen und die Hose ist auf gut geeignet für gymnastische Übungen auf dem Teppich. Also, nichtssagende Kleidung die ihre wahre Größe erst beim Tragen zeigt. Etwas gewöhnungsbedürfig sind die sehr weit überschnittenen und speziell geformten Schultern. Zunächst mochte ich sie nicht. Jetzt sind sie mir ganz recht. Ich bins zufrieden und kann das Schnittmuster empfehlen.

Eine schöne Herbstzeit für alle Nutzerinnen des November MMM 2019.
Und meinen Dank an Elke, Carola, Elke, Doreen, Ina und Sylvia vom Team die den MMMittwoch so zuverlässig erhalten. Ich hoffe ihr habt auch noch Spass und Freude dabei.

Schnittmusterbeschreibung – Regenjacke aus gewachster Baumwolle – Burda 11/177/Nr. 103

Ein Regenjacke aus natürlichem Material war mein Wunsch. Gewachste Baumwolle als Regenbekleidung trage ich schon lange. Ich kenne auch die Nachteile. Solche Jacken sind sehr viel schwerer als moderne Kunststoffe aber sie sind auch irgendwie besonders. Vor einiger Zeit habe ich entdeckt, dass es gewachste Baumwolle auch in hellen Farben gibt. Ich habe Rot gewählt. Bei der Suche nach einem Schnittmuster bin ich auf den Anorak aus der Burda 11/2017 Nummer 103 gestoßen, gefüttert mit Kapuze und länger geschnitten.  Viele meiner Wünsche erfüllt der Schnitt.

 

Anleitung:
Die Anleitung ist „Normalburda“. Mir hilft es sie Schritt für Schritt zu befolgen. Dann klappt das schon. Ich fand die Anleitung gut. Den schwierigsten Teil, die Anleitung für die Kapuze, habe ich aber ausgelassen. Hier hätte ich vermutlich Probleme bekommen.

 

Verwendeter Stoff:
Rote gewachste Baumwolle und als Futter eine Baumwolle die extra für gewachste Baumwolle empfohlen wird.

Größen:
Der Schnitt geht bis Größe 44. Ich habe gleich beim Kopieren auf Größe 46 gradiert. Das hat gut geklappt

Verarbeitungshinweise:
Je mehr ich mich mit dem Schnitt beschäftigt habe umso mehr Zweifel hatte ich an der Kapuze. Ein genähtes Modell einer Burdaleserin  bestätigte mich schließlich darin, das diese Kapuze nicht praktisch sein kann. Ich habe mich also gegen die Kapuze und für einen Hut (Vogue 8844) entschieden.

Die Taschen in den Seitennähten sind nicht besonders praktisch. Ich habe sie um zwei Innentaschen ergänzt. Warum haben Frauenjacken eigentlich nicht sowieso Inntentaschen?

Sonst habe ich nichts verändert. Die Jacke sollte mit dickem Garn und Ziernähten gearbeitet werden. Das hat nicht gut funktioniert. DIe Ziernähte sind nicht besonders schön geworden. Meine Maschine hat wechselnd gut und schlecht gearbeitet obwohl ich Markengarn verwendet  und die Nadeln sehr oft gewechselt habe.

Bügeln ist ein Problem. Das Wachs schmilzt natürlich und versaut alles. Außerdem fehlt der Wachs dann im Stoff. Besser bin ich gefahren mit Ausstreichen der Nähte mit dem Daumennagel und einem Hölzchen.

Fehlsstiche und Heftstiche sind im Stoff noch einige Zeit zu sehen. Sie haben sich aber nicht umgehen lassen. Wo immer es ging habe ich mit Stoffklammern gearbeitet.

Fazit:
Ich bin sehr zufrieden mit der Jacke. Klasse ist sie. Mir fehlen nur bequeme Taschen in die ich bei Regen unkompliziert meine Hände stecken kann. Vermutlich werde ich die noch nachrüsten. Dennoch kann ich den Schnitt sehr empfehlen.

 

MMM – #Pussyhatprojekt

Weltfrauentag 2017

Ich trage heute:


Pussyhat (Links dazu hier, hier, hier ),
Geburtstagsburdamonatsjacke,
Gingerjeans in schwarz,
gestricktes Tuch Vertices Unite von Westnits.
und darunter allerlei nicht sichtbares aber selbstgemachtes.

Einen schönen Frauentag
Mema

Ach und schaut euch hier die Ohrenmützen (nach BürofürschöneDinge) und die weitere selbstgemachte Kleidung an. Es lohnt sich.

Falda Jacket Pattern Fantastique

Meine neue Winterjacke, Falda von Pattern Fantastique, so heißt der Schnitt. Warm, mit viel Platz für weitere Kleidungsstücke drunter und in einer Farbe die auch den trübesten Herbst- oder Wintertag leuchtender macht. Etwas wenig schlechter kombinierbar ist sie, aber es gibt inzwischen so viele Jacken im Kleiderschrank. Nicht so schlimm also.

Die Jacke ist übrigens sehr bequem und ich habe heute keine Probleme mit dem „Armhochheben“ gehabt. Mal sehn was ich nach einer Woche  mit kleineren Kindern sage.

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Ich habe eine ausführliche Schnittmusterbeschreibung veröffentlicht. Das Nähen ist interessant und ein kleines Abenteuer. Ewas Faltarbeit, räumliches Denken, genaues Zuschneiden und ich habe viel länger gebraucht als vorher gedacht.  Aber es hat sich gelohnt.

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Falda Jacket – Pattern Fantastique – Schnittmusterbeschreibung

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Mal was ganz anderes? Eine Jacke mit merkwürdigen Schnittteilen und ungewöhnlichem Aussehen? Diese Jacke Falda wird von der australischen Designerin falda-jacket-schnittmusterteilNita-Jane, Pattern Fantastique, so beschrieben (sehr frei übersetzt): Sie hat einen Hauch  von einer klassischen Chanel Tweed Jacke, die Gemütlichkeit eines Blouson und den Humor und das Volumen von viktorianischen Ärmeln. Dem ist nichts hinzuzufügen. Die hüftlange Jacke trägt sich gut, fällt auf, ist winterwarm und sehr interessant zu nähen.

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Die Beschreibung fällt mir schwer. Ich habe die Jacke gefüttert, es gibt aber auch eine Beschreibung für leichtere Jacken ohne Futter. Zwei Taschnvarianten werden vorgeschlagen; einseitige Paspeltaschen wie ich gearbeitet habe oder aufgesetzte Taschen. Die Ärmel sind bis zu den Ellbogen angeschnitten und sehr weit. Es gibt vorne und hinten interessante Abnäher.

 

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Größen:

Der Schnitt kommt in 7 Größen. Sinnvoll ist es die persönlichen Maßen mit der Tabelle abzugleichen. Die Desingnerin hat sich große Mühe gegeben und Maße angegeben, die für die Passform zwar entscheidend sind, aber in der Regel verschwiegen werden. Ich habe die größte Größe 18 genäht. Es passte ungefähr, das Kleidungsstück ist an vielen Stellen nicht passformsensibel. Die Breite der Schultern und die Länge der Ärmel sollte aber gut passen.

War die Anleitung leicht zu verstehen?

Eine großartige Anleitung, ausführlich aber nicht geschwätzig, mit Text und erläuternden Bildern und in Schritten klar gegliedert.

Was mochte ich besonders bzw. überhaupt nicht an dem Schnittmuster?
Die Schnittmusterteile sind teilweise sehr ungewöhlich (siehe Foto oben) und sie wurden mir nur verständlich, als ich Schritt für Schritt vorgegangen. Der Schnitt ist sehr gut konstruiert. Alles hat gepasst. Es gibt auch einen sehr guten Futterschnitt. Ich bin begeistert.

Veränderungen am Schnittmuster:
Die Ärmel habe ich 3 cm gekürzt. Sonst habe ich genäht wie vorgeschlagen.

Verwendeter Stoff?
Der orange Stoff ist ein schwerer, dicker, altmodischer Wollstoff, vollständig ohne Kunstfaser die die Jacke vermutlich leichter machen würde. Einen ganzen Mantel aus dem Stoff, dass wäre mir zu schwer.

Welche Unterstützung oder Tutorials habe ich genützt?
Keine

Würdest du das Schnittmuster noch einmal nähen?
Vermutlich ja. Eine Sommervariante kann ich mir vorstellen.

Fazit:
Es hat mir Spass gemacht die Jacke zu nähen. Die Jacke hat so viel ungewöhliche Schritte, dass ich sehr gespannt auf das fertige Produkt war. Und das hat mich sehr positiv überrascht. Die gute Qualität des Schnitts hat  mich von der Designerin überzeugt. Wenn sie mal wieder ein interessantes Stück im Angebot hat, werde ich wieder etwas von ihr nähen.