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Schnittmusterbeschreibung – Rotes Jaquardkleid Burda 11/2013 133B

Rotes Jaquardkleid hinten ADP Rotes Jaquardkeid Vorne ADPAus der Novemberausgabe der Burda style 2013 habe ich das Kleid 133B genäht; ein Jerseykleid mit 3/4 langen Ärmeln aus der Plusstrecke.   Das enge Kleid mit einer Taillennaht und der speziellen Abnäherführung gibt es in zwei Varianten die sich an den Kragen unterscheiden.

Größen: Der Schnitt ist ein Multigrößenschnitt und geht im Heft von Gr. 44 bis Gr. 52   Ich habe Größe 46. ohne Veränderungen gehäht. Weil ich einen dehnbaren Stoff benützt habe, wurde auf eine Nesselprobe verzichtet. 

Anleitung: Die Anleitung im Heft ist sehr ordentlich. Ich habe da nichts zu bemängeln

Roter JaquardstoffVerwendeter Stoff: Es ist ein relativ dünner Jersey Jaquard von Folhofer. Die Brennprobe läßt ahnen, er besteht aus aus Baumwolle, etwas Wolle und Kunstfaser. Die genaue Zusammensetzung ist unklar. Der Stoff ist aber perfekt geeignet für diesen Schnitt.

Verarbeitungshinweise: Der Schnitt ist simpel, macht aber viel her.  Es gibt anpassungsfreundliche Abnäher von der Schulter aus im Vorder- und im Rückenteil. Das Oberteil hat eine Rückennaht und eine Vordernaht. Die vier Taillenabnäher sind so verschoben worden, dass sich zentral an Bauch und Rücken jeweils ein Stern bildet.Rotes Jaquardkleid Detail 2

Das ist die einzige Hürde bei diesem Kleid. Die Enden der Abnäher müssen exakt aufeinandertreffen. Die Oberteillänge sollte also stimmen. Später in der Taille etwas wegzunehmen verändert die Lage der Abnäher und sie passen nicht mehr aufeinander.  Hilfreich ist es an dieser Stelle der Burdaanleitung zu folgen und zuerst die Längs- und dann die Taillennähte zu arbeiten.

Drei VeränderungRotes Jaquardkleid Detail 1en habe ich umgesetzt. Auf den Reißverschluss habe ich verzichtet, bei Jersey kein Problem. Damit hat sich auch die Reihenfolge der Nähschritte vereinfacht. Die Schulter wurde um 1,5 cm verkürzt; dass hätte sogar noch mehr sein können. Und ich habe den hinteren Kragen verkürzt. Mir schwebte so eine Art kleiner Stehkragen vor.

Große Mühe habe ich mir bei der Verarbeitung der Abnäher im Bauch und Rückenbereich gegeben damit sie nicht auftragen und schön flach liegen. Sie sind exakt gearbeitet, genau gebügelt und der Abnäherinhalt an manchen Stellen mit unsichtbaren Stichen fixiert.

Auf die vorgesehenen Schulterpolster konnte ich verzichten da ich ehr gerade Schultern habe.

Anders als sonst bei Jersey habe ich für die Nähte die normale Nähmaschine genützt und mit der Overlook nur versäubert.

Der Schnitt sieht kein Futter vor. Ich trage das Kleid mit einem seidigen Unterkleid.

Fazit: Das Keid ist wunderbar. Leicht zu nähen und großartig zu tragen. Mir scheint, die Schnittführung ist sehr geeignet für fülligere Frauen.

 

Das graue Wollkleid

Die Inspirationen für mein neues Alltagswollkleid habe ich von zwei ganz unterschieBrustabnäherdlichen Stellen. Ganz grundsätzlich bin ich  fasziniert davon, dass Brustabnäher rund um den Brustpunkt rotieren können ohne ihre Funktion zu verlieren. Das lässt Raum für verschiedene Variationen. Hier zeige ich eine alte Grafik aus dem Nähbuch „How to Design your own Dress Pattern“ von Adele P. Margolis. In dieser Art steht das aber in fast allen Nähbüchern.

LissabonfotoGanz ungewöhnlich und für mich auch unverständlich fand ich die Abnäher des Kleides (133b) das Burda im Januar 2013 gezeigt hat. Im Blog „Langsam nähen“ ist das Kleid kürzlich auch gezeigt worden. Von der vorderen Mitte gehen zwei kürzere Abnäher oberhalb der Brust schräg nach oben! Wie soll das denn gehen und welche Funktion kann so was haben? In einem Schaufenster in Lissabon habe ich dann ein ähnliches Konstrukt gesehen. Hier zeigten die Abnäher oberhalb der Brust nach unten; das Prinzip war aber das gleiche. Die Abnäher waren dagraues Wollkleid adf kombiniert mit Flankennähten und Taschen. Dieses Kleid hat mir so gut gefallen, dass ich zu meiner Erinnerung ein (schlechtes) Foto geschossen habe.

Genau an diese beiden Kleider habe ich mich erinnert als in der Heide, beim Schnittkonstruktionskurs die Aufgabe anstand ein Kleid zu entwerfen. Mit Hilfe von Frau Hasselmann habe ich also zunächst Flankennähte und dann die ungewöhnlicheWinterlissabonkleid Skitzen Brustabnäher  konstruiert. Da von den Flankennähte ausgehend bei meiner Oberweite noch weitere restliche kleine Abnäher erforderlich waren, gibt es jetzt jeweils zwei kurze Abnäher aus der vorderen Mitte und aus den Flankenähten.

Jetzt ist das Heidekleid fertig geworden. Anders als bei der Skizze habe ich am Ausschnitt die Naht einige Zentimeter offen gelassen. Das sieht besser aus habe ich bei der Anprobe festgestellt. Als Winterkleid habe ich lange Ärmel mit einem kleinen Schlitz am Unterarm genäht und es hat einen Gehschlitz. Für den Saum des Futters habe ich wieder einen meiner Zierstiche der Nähmaschine benützt. Das Kleid ist weit geschnitten; ein bequemes Alltagskleid!  Ich bin gespannt wie es sich bewährt.

graues Wollkleid Puppegraues Wollkleid Detail

Noch mal in den warmen Süden – das Lissabonkleid

Lissabonkleid mit Jacke Lissabonkleid hintenEs sitzt wie ein bequemer Handschuh, mein neues Etuikleid. Sicher liegt das am Stoff; Stretchdenim (beult leider etwas beim Tragen wie man sieht) und an der guten Anpassung. Der Craftsykurs „Adjust the Bust“ von Kathleen Cheetham hat meine Fähigkeiten in dieser Hinsicht noch einmal entscheidend verbessert.

Die Autorin des Kurses betreibt einen eigenen kleinen Schnittmusterverlag mit dem sprechenden Firmennahmen „Petite Plus Pattern“ und hat selber eine ebensolche Figur. Sie weiß also von was sie spricht. Ihre Schnittmuster sind ehr der Kategorie „Klassisch“ zuzuordnen. Vielleicht versuche ich mal  einen der Schnitte.

Basis für das Kleid ist der Schnitt Burda  NR. 424PLUSHW2013-DL aus den neuen Burda plus Herbstheft. Es gibt den Schnitt in verschiedenen Varianten, ohne Ärmel,mit halben Ärmel, mit langen Ärmeln, mit Varianten bei den Halsausschnitten und mit Rüschen am Saum. Im Grundsatz ist es ein klassischer Kleiderschnitt mit Prinzessnähten und einer Naht in der Taille. Schnittmuster LissabonkleidNur das vordere Panel wird durchgehend zugeschnitten. Es hat rechts und links  zwei kleine Stoff etuikleidGehfalten.

Wie schön dass ich für kurze Zeit noch mal in die heiße Sonne fahren und das Kleid ausführlich tragen kann. Heute habe ich es schon mal mit einer dicken Jacke versucht, das geht auch.

Die ausführlichere Schnittmusterbeschreibung liest man hier.

Schnittmusterbeschreibung – ärmelloses Etuikleid Burda plus

Lissabonkleid vorneAus der Herbstausgabe der Burda Pus 2013 habe ich dieses ärmellose Kleid genäht.  Es ist Burda  NR. 424PLUSHW2013-DL und es gibt ihn auch als Downloadschnitt. Im Heft veröffentlicht sind  verschiedene Varianten, ohne Ärmel, mit halben Ärmeln, mit langen Ärmeln, mit Lissabonkleid hintenVarianten bei den Halsausschnitten und mit Rüschen am Saum. Im Grundsatz ist es ein klassischer Kleiderschnitt mit Prinzessnähten und einer Naht in der Taille. Nur das vordere Panel wird durchgehend zugeschnitten. Es hat rechts und links  zwei kleine Gehfalten.

Größen: Der Schnitt ist ein Multigrößenschnitt und geht im Heft von Gr. 44 bis Gr. 54   Ausgeganen bin ich von der Größe 46. Dann habe ich eine FBA am der Brust und eine weitere Vergrößerung an der Taille gemacht. Diese Veränderungen habe ich wie immer mit einer Oberteilprobe  aus Nessel überprüft.  

Anleitung: Die Anleitung im Heft ist ordentlich. Ich habe da nichts zu bemängeln

Verwendeter Stoff: Im Sommerendverkauf habe ich einen leichten Denim mit Stretch gefunden.

Lissabonkleid innen hinten Lissabonkleid innen vorneVerarbeitungshinweise: Im Burdaheft ist zu diesem Kleid ein Futter vorgesehen. Da mein Kleid  für heiße Sommertage geplant ist habe ich darauf verzichtet. Der Halsausschnitt und auch die Armausschnitte wurden mit leichtem Nahtband verstärkt und dann einfach doppelt umgeklappt. Das ging erstaunlich gut, liegt sicher am nachgebenden Stoff. Eingearbeitet sind ein unsichtbarer Reißverschluss in der hinteren Rückennaht und BH-Trägerhalter auf den Schultern. Zur Anpassung des Kleides habe ich den Craftsykurs „Adjust the Bust“  geschaut. Sehr hilfreich.

Die Verarbeitung  ist sonst schnell und einfach: Versäuberung mit der Overlock und der Saum ist mit dem unsichtbaren Stich der Nähmaschine angenäht.

Lissabonkleid Detail 2 Lissabonkleid Detail 1

Fazit: Ich bin mit Kleid und Schnitt zufrieden. Das Kleid sitzt gut. Ich plane die Schnittteile des Oberteils zu einem Basisschnitt mit Prinzessnähten weiterzuentwickeln.

Jetzt habe ich den angepassten Schnitt…

Graues Sommerkleid vorne

Graues Sommerkleid hinten

und 1.8 Meter leichten Viskosestoff und daraus kann dann schnell noch ein weiteres Kleid werden. Im Frühsommer habe ich mich um die Farbe Lila bemüht und herausgefunden, dass es eine gute Farbe für mich ist. Während der Stoffsuche zur lila/rot/grauen Kollektion habe ich auch zwei mit lila gemusterte Viskosereste gekauft die dabei nicht zum Zug gekommen sind. Der eine, 1,8 Meter, ist heute verarbeitet worden. Noch einmal soll der Sommer mit einer heißen Phase zurückkommen und dann ein ärmelloses leichtes Kleid zu tragen, das ist eine wunderbare Vorstellung. Hier ist das Kleid. Weißdorn (Hawthorne) von ColettePattern die zweite (die erste und die Schnittmusterbesprechung hier).

Spannend finde ich immer, wie sich das neu genähte Kleidungsstück in meine Gaderobe einfügt. Bei diesem Kleid funktioniert das ganz gut. Schaut mal, hier Fotos vom ersten Test:

Graues Sommerkleid mit grauem Pulli

Graues Sommerkleid mit NinaC

 

Graues Sommerkleid mit Winterpulli

Das Kleid geht gut mit einem alten gekauften grauen Pulli, dem Winterpullover in blau von hier und auch mit dem NinaCardigan von hier. Wunderbar! Hier eine Stoff- und Farbcollage dazu:

Stoff- und Farbstudie 2

Für den zweiten Stoff habe ich auch schon Pläne: Eine kurzärmelige Bluse, Edith von MariaDanmark und dazu ein gelber Wollrock nach einem Schnitt aus der Aktuellen September Burda, Nr. 105B. Sind die Knöpfe nicht verrückt dazu? Silberne Fuchsköpfe!

Stoff und Farbstudie 4 Die Bluse hat eine Knopfleiste in der Mitte, der Rock einen Schlitz an der rechten Vorderseite… diesen Plan werde ich noch mal überdenken. Vermutlich ist er noch nicht besonders gut balanciert. Was meint ihr?