Archiv der Kategorie: Kleid

Schnittmusterbeschreibung – Pilvi Coat Dress / Named Pattern

Ein Mantelkleid steht schon lange auf meiner Wunschliste. Länger habe ich mit dem Coat Dress von Gretchen Hirsch geliebäugelt, der weite Rock hat mich zögern lassen. Der Named Coat Dress ist gerade geschnitten und für Strickstoff gedacht. Das gab dann den Ausschlag.
Der Schnitt hat Prinzessnähte die zur Schulter gehen, einen Reverskragen,  keine Taillennaht, ist doppelreihig geknöpft, hat zwei große aufgesetzte Taschen und einen Stoffgürtel. Und das Keid ist ungefüttert.

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Anleitung:
Ich habe in der englischen Anleitung keine Fehler gefunden. Sie hat mich geradewegs durch den Nähprozess geleitet. Die Anleitungen der Firma gefallen mir sehr denn es gibt wesentliche Informationen gleich zu Anfang in cm und inc.:
Maße auf denen die zu wählende Kleidergröße beruht,
Maße des fertigen Kleidungsstücks
Wesentliche Nähschritte sind mit Zeichnungen illustriert.
Auch wenn ich nicht alles so mache wie vorgeschlagen so nütze ich die Anleitungen doch immer mal wieder.

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Verwendeter Stoff:
Ich habe einen wunderbaren festen Bauwolljersey ( Bio Interlock (360 g/m²) aus aus 99% Bio Baumwolle und 1% Elasthan – 155 cm, GOTS zertifiziert – Schwarz)  bei Lebensbekleidung gefunden Er ist wie gemacht für dieses Kleid und meine Wünsche. Aus meiner Knopfkiste sind die flachen schwarzen Knöpfe.

Größen:
In das Größenschema der Firma passe ich gut rein. Nur etwas mehr Platz über der Brust ist nötig. Genäht habe ich EUR Größe 48. Man findet die Größen auf der Internetseite zur Orientierung.

Verarbeitungshinweise:
Über der Brust habe ich gleich im Schnitt zur Sicherheit 4 cm zugegeben, sonst habe ich zugeschnitten wie das Schnittmuster es vorgibt. Dann wurde die Hülle ohne Belege und Kragen mit einem großen Nähmaschinenstich zusammengeheftet. Nach der Anprobe habe ich die Schultern um 1,5 cm schmaler gemacht. Die Anpassungen habe ich gleich auf das Papierschnittmuster übertragen. Es wird sicher noch ein nächstes Mal geben.

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! Regelrecht ist diese Anpassung nicht. Erst sollte die im Schnittmuster enthaltene Nahtzugabe angezeichnet und abgetragen werden. Für meine Zweck und bei Jerseystoff hat diese Überfliegermethode aber gut funktioniert.

Belege und Kragen haben eine leichte Bügeleinlage bekommen. Bei der Oberseite der Taschen habe ich mir besondere Mühe gegeben und sie doppelt verstärkt. Ich wollte einen straffen Sitz, der auch bei Gebrauch nicht ausleiert. Das scheint gelungen zu sein.

Nach einigen Probenähten habe ich mich dafür entschieden, das ganze Kleid mit der Overlock zu nähen. Der Stoff ist dicker und ich wollte keine dicken Nähte. In kauf genommen habe ich dafür, dass die Nähte an einigen Stellen dezent wellig sind. Alle Säume sind auch mit der Overlock versäubert, einmal umgeschlagen und mit Hexenstich gesichert. Das ist bei den Weihnachtskleidern 2016 gerade groß in Mode und für diese Stoffe auch wirklich die erste Wahl.

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Meine Nähmaschine näht gerade keine guten Knopflöcher und bei Jersey ist das sowiso immer so eine Sache. Ich habe also dicke Druckknöpfe genommen. Eine gute Wahl. Es funktioniert toll.

Nach einer weiteren Anprobe habe ich mich für nur 6 statt, wie vorgeschlagen, 8 Knöpfe entschieden und auch die Stellen an denen sie angenäht wurden habe ich vor dem Spiegel überprüft.

Die Länge ist noch so wie vorgesehen. Ich bin nur 1,62 cm groß, die Musterfigur von Named ist aber 175 cm. Kürzen geht immer, im Moment gefälllt mir die „Mittewadenlänge“ ganz gut.

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Fazit:
Das Kleid die ist ja Ersatz für das nicht fertig gewordene Weihnachtskleid 2006. Mir scheint, es ist kein Ersatz, sondern ein wunderbares, sehr flexibel einsetzbares Kleidungsstück. Ich werde es als Mantel / Jacke, edel gestylt im Theater und auch rustikaler, mit Rolli drunter, ausprobieren. Ich denke es wird das alles mitmachen. Sybille hat völlig recht, das Kleid ist ein bisschen spießig und das macht es so variabel.

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Weihnachtskleid Sew Along 2 – Nesselprobe

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Mein Weihnachtskleid 2016 ist aus der Zeitschrift Nähtrends (Patrones in Spanien) 6/16, Modell 33.

Eine Nesselprobe ist notwendig denn ich habe keine Ahnung wie mir die Patronesschnittmuster passen. Es ist ein Schnittmuster in Übergröße und ich nähe die kleinste Größe.  Und Doju hat mich darauf hingewiesen, dass der Rückenausschnitt zu tief für BH Trägerinnen sein kann.

 

Die Nesselprobe des Oberteils ergab keine Probleme mit dem rückwärtigen Ausschnitt. Er reicht gerade bis zu Bh. Ich bin schon ganz zufrieden. Es gibt noch Anpassungsarbeit an verschiedenen Stellen aber die Linie des Kleides gefällt mir sehr. Das wird ein schönes Kleid.

Hoffentlich sind die anderen Teilnehmerinnen des WeihnachtskleideSewAlong 16 auch zufrieden. Hier schau ich mir das heute an.

Danke Dodo und Yvonne für die Organisation.

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MMM – Kimonokleid? nein ehr Westerndress

Das Kimonokleid (Crafteln) ist fertig und ich trage es heute. Hier findet ihr die Schnittmusterbesprechung.

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Meine Assoziation zu diesem Kleid ist nicht Japan sondern wilder Westen, Westernhemd. Das liegt natürlich auch am Stoff und den Stoffeinsätzen. Ich trage das Kleid also mit einem dicken Ledergürtel und Lederjacke:

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Aber auch die dicke Wolljacke passt:

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und im Nähzimmer mit dicken Socken und warmem Pulli:

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Hier die wöchentliche Modenschau des MMMittwoch. Ich bin gespannt was da zu sehen ist.

 

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Schnittmusterbeschreibung – Kimonokleid Stokx / Crafteln

Auf die Veröffentlichung dieses Kleiderschnitts habe ich mich gefreut. Seit 2013 zeigt Meike von Crafteln immer mal wieder ihre Kleider nach dem Schnitt von Stokx. Jetzt konnte ich ihn in ihrem neuen Shop kaufen. Das Kleid gehört zu den interessanter geschnittenen Stücken. Es hat Prinzessnähte die in die Armlöcher gehen, eingesetzte Ärmeln, einen kleinen Schalkragen, keine Taillennähte, einen A-linien  Rock, Nahttaschen und ist ganz durchgeknöpft. Rücken und seitliche Teile sind im queren Fadenlauf geschnitten und bringen so mehr Bequemlichkeit. Den Schnitt gibt es als Kleid und als eine Art lange Tunika/Bluse mit runden Säumen. Beide unterscheiden sich nur in der Länge und Form der Säume. Ich habe die Kleiderlänge gewählt.

Warum das Kleid allerdings Kimonokleid genannt wurde, erschließt sich mir nicht. Es ist ein intessant geschnittenes Hemdblusenkleid.

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Anleitung:
Gleich zu Anfang: Es gibt zwei sehr unübliche Faktoren. Die beiden vorderen Schnittmusterteile (sie gehen vom Kragen, über den Nacken hinweg bis zum unten zum Saum) werden hier in einem  ganz langen Stück zugeschnitten. Und die Einlage die den Kragen und die Kopf-(loch-) leisten stabilisiert werden auf die rechte Seite gebügelt denn die Knopfleiste wird dann nach vorne umgeschlagen. Beides hat besondere Anforderungen an die Stoffauswahl. Die „linke“ Seite des Stoffes ist so vorne über die ganze Länge des Kleides sichtbar. Sie muss also auch gefallen. Und ein gemusterter Stoff der nur eine Richtung hat, kommt nicht in Betracht.  Pfauen auf einem Stoff würden nämlich  z.B. auf der einen Seite auf dem Kopf stehen. Das wird alles erläutert, kann aber leicht übersehen werden.

Die deutsche Nähanleitung ist ausführlich und mit Grafiken illustriert. Manche Nähschritte sind nicht so üblich, deshalb ist das sehr sinnvoll. Insbesondere die Versäuberung der Schulternaht und des Nackens war für mich ungewohnt und ich habe die Anleitung mehrfach gelesen bis sich mir der Weg erschlossen hat. Im Schnitt ist 1 cm Nahtzugabe eingezeichnet.

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Verwendeter Stoff:
Mein Stoff hat ein regelmäßiges Karo. Ich habe ihn auf einem der Holl. Stoffmärkte gekauft und kenne die Zusammensetzung nicht genau. Er fühlt sich wie Leinen/Baumwolle an, beim Verbrennen riecht er auch so und er hat sicher etwas Elastan. Und er kräuselt sich etwas, muss also nie gebügelt werden.

Größen:
Crafteln verkauft den Schnitt  Online, zum Ausdrucken und als Din A0 Plotterdatei. Es gibt drei verschiede Größengruppen mit Mehrgrößenschnitten. Die Größen decken mit 0 (80 cm Brustumfang) bis 11 (143 cm Brustumfang) eine sehr breite Palette ab.

Verarbeitungshinweise:
Ich war mich nicht sicher was die Passform angeht. Also habe ich die Schnittteile zuerst nur geheftet anprobiert. Fast alles hat gut gepasst. Auch der Brustpunkt saß perfekt.  Nur der Rücken hat mir einige Mühe bereitet. Er war sehr breit. In der Nähgruppe haben wir versucht das anzupassen. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher ob der breite, etwas blusige Rücken von der Designerin nicht sogar so gedacht war. Die wenigen Rückenansichten im Netz von diesem Schnitt lassen mich das inzwischen vermuten. Die Ärmel sind sehr tief ausgeschnitten. Auch das würde ich beim nächsten Mal überdenken. Die Seitentaschen habe ich nicht aus dem Originalstoff sondern aus Futterstoff gearbeitet.  Es gibt viele Hinweise aud das Versäubern mit der Overlock. Das ist sehr hilfreich. Ich kann mir aber auch sehr gut die Versäuberung mit franz. Nähten oder ähnlichem vorstellen. An den Ärmeln habe ich das auch so gemacht damit es beim aufkrempeln schöner aussieht. Über die Länge des Kleides habe ich mich gewundert. Ich bin 162 cm groß und habe am Ende nur 4 cm gekürzt. Längere Frauen sollten das noch mal überprüfen.

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Fazit:

Ein schöner Schnitt mit einer guten Anleitung. Eine  Alternative zu den üblichen Hemdblusenkleidern. Als Bluse werde ich den Schnitt auch noch mal nähen. Allerdings werde ich die Bluse deutlich kürzen.

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MMM – Stoff aus Novi Sad

Jetzt im Herbst trage ich gerne Kleider aus dickerem Jersey. Eins ist diese Tage neu dazugekommen.

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Den Stoff habe ich in der serbischen Stadt Novi Sad wärend unsere Reise im Frühjahr gekauft. Es ist ein dicker Polyesterjersey der sich gut trägt und Stand hat. Ich habe den T-Shirt Schnitt SBCC Tonic an Rock und Ärmeln verlängert. Das das sehr gut klappt, hatte ich schon im Sommer an meiner Urlaubsgarderobe bei diesem Kleid probiert. Schnittmuster für diese Art „Pulloverkleider“ sind gerade ganz aktuell. Seamwork hat mit Neenah so einen Schnitt gezeigt und Karl von Schneidermeisterin ist auch ähnlich. Die Weite des Kleides läßt sich ja leicht anpassen. Mein Kleid hat angenähte lange Bündchen an den Ärmeln, die auf aufgeschlagen werden können, einen gemäßigten U-Bootausschnitt und eine Nahttasche. Und es läßt sich leicht zum Rollkragenkleid verändern denn ich habe einen engen Schlauch seperat genäht.

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Das Muster ( das wusste ich schon beim Kauf des Stoffes) ist sehr laut und dominant. Ich trage also in der Regel was dazu: dicke schwarze Strümpfe, eine Strickjacke (Deko von Kate Davies)  und Socken, wie heute im Haus.

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meine schrille orangene Jacke (Falda von Pattern Fantastique) wie eben beim Einkaufen

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oder, letztens, ins Synphoniekonzert in der Oetkerhalle, hauchdünne Strümpfe, eine weiße Walkjacken (Schnitt Marnie von StyleArc) und ein passender Schal.

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Schaut hier, was was die anderen Frauen die beim MMM mitmachen von ihrer Herbstgarderobe zeigen. Schöne Woche Mema

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