Archiv der Kategorie: MMM

MMM – buntes Wickelkleid

Länger hat es gedauert dieses bunte Kleid zu nähen. Der Jerseystoff aus Viskose und Baumwolle hat einen ungewöhnlichen Druck mit einem langen Rapport und ich mochte mich nicht entscheiden ob die dunklen oder die hellen Farben im Vordergrund stehen sollten. Gekauft habe ich diesen Stoff in meiner Heimat bei Jacaranda in Ibbenbüren, einem kleinen Stoffladen von einer engagierten Frau die auch Nähkurse geben.

Nun, jetzt ist das Kleid fertig und wird, wie das andere Wickelkleid, gute Dienste tun. Der Schnitt ist Vogue 8349 und hier schon mal vorgestellt. Ich habe wie beim letzten Mal eine Nahttasche in die rechte Seite eingenäht und den Wickel mit einem Druckknopf gesichert. Bei diesem Kleid habe ich nur die Schultern um je 2 cm verkürzt. 

So, jetzt gehe ich auf den Markt. Über das Kleid habe ich den Nina-Cardigan gezogen. Für dieses Kleid wäre einer in Grün oder Rot oder Gelb wunderbar. Morgen bin ich zum Stoffkauf mit anderen Bielefelder Bloggerinnen verabredet. Wenn es da Strickstoff in diesem Farben gibt……. 

Es regnet nicht, es schneit nicht und ein bisschen scheint die Sonne.
Wie ist das Wetter bei den anderen Frauen? Ich bin sicher viele stellen hier ihr Outfit vor und berichten über den noch nicht eingetroffenen Frühling.

Länger hat es gedauert dieses bunte Kleid zu nähen. Der Jerseystoff aus Viskose und Baumwolle hat einen ungewöhnlichen Druck mit einem langen Rapport und ich mochte mich nicht entscheiden ob die dunklen oder die hellen Farben im Vordergrund stehen sollten. Gekauft habe ich diesen Stoff in meiner Heimat bei Jacaranda in Ibbenbüren, einem kleinen Stoffladen von einer engagierten Frau die auch Nähkurse geben.

Nun, jetzt ist das Kleid fertig und wird, wie das andere Wickelkleid, gute Dienste tun. Der Schnitt ist Vogue 8349 und hier schon mal vorgestellt. Ich habe wie beim letzten Mal eine Nahttasche in die rechte Seite eingenäht und den Wickel mit einem Druckknopf gesichert. Bei diesem Kleid habe ich nur die Schultern um je 2 cm verkürzt. 

So, jetzt gehe ich auf den Markt. Über das Kleid habe ich den Nina-Cardigan gezogen. Für dieses Kleid wäre einer in Grün oder Rot oder Gelb wunderbar. Morgen bin ich zum Stoffkauf mit anderen Bielefelder Bloggerinnen verabredet. Wenn es da Strickstoff in diesem Farben gibt……. 

Es regnet nicht, es schneit nicht und ein bisschen scheint die Sonne.
Wie ist das Wetter bei den anderen Frauen? Ich bin sicher viele stellen hier ihr Outfit vor und berichten über den noch nicht eingetroffenen Frühling.

MMM – Rock aus Möbelstoff

So gehe ich heute nicht zum Markt. Ich gehe heute überhaupt nicht auf den Markt sondern ich verreise. Zur Zeit fahre ich im fliegenden Wechsel dienstlich oder privat zu unterschiedlichen Aktionen in diverse Bundesländer. Letzte Woche in Hessen und NRW, heute und morgen bin ich dienstlich in Baden-Württemberg und ab Freitag in Sachsen, dort als „mitreisende“ Ehefrau auf der Buchmesse. Ha, ob ich wohl neue Nähbücher finde? Gerüchteweise soll der Stiebenerverlag ja das Buch von Gertie Hirsch in deutscher Übersetzung herausbringen. Ich werde die Verlagsvertreter fragen.

Letztes Jahr habe ich auf der Leipziger Buchmesse mein rotes EVA-Dresskleid ohne Strümpfe zum ersten Mal getragen. Das Wetter im März ist nicht vorhersehbar. Dieses Jahr werde ich sicher diesen neuen warmen Rock anziehen. Er hat mir am Wochenende im Tecklenburger Land bei Schnee schon gute Dienste erwiesen.

Den Stoff für den Rock habe ich neulich in Berlin auf dem Stoffmarkt am Maybacherufer gekauft. Der Möbelstoff ist nach dem Waschen weicher und etwas plastischer geworden. Ich habe meinen üblichen Maßschnitt genommen, hinten eine normale Gefalte eingearbeitet und ihn ganz unterfüttert. Da der Stoff so dick ist habe ich das Bündchen in der Taille nicht wie üblich gedoppelt sondern auch hier innen Futterstoff verwendet. Sewing Galaxy hat mich vor einiger Zeit daran erinnert, das in der Threads vom März 13 ein schöner Artikel zu „Reduce waistband bulk with facing“ stand. Sehr hilfreich. Reduce bulk (minimiere die Stofffülle) diese zwei Worte sind mir beim Nähen immer wieder durch den Kopf gegangen und ich habe, wo es möglich war, den Stoff nur ein- maximal zweilagig verarbeitet; an der Gehfalte z.B. habe ich die Webkanten genützt.


Es ist absehbar, dass hier nach Ostern wieder Ruhe einkehrt.  Ich hoffe, dass ich dann endlich meinen Plan realisiere und für den Blog beschreibe wie ich diese Röcke üblicherweise nähe. 

Was tragen die anderen Frauen? Kombinieren sie Sommersachen mit warmen Strümpfen oder gibt es da wie bei mir noch letzte neue Winterkleidung? Hier ist es anzuschauen.

MMM – Rot und Schwarz

So wie sich die Jacken nach dem Nina-Cardiganschnittes als  meistgetragene Kleidungsstücke des Winters entpuppt haben, war das Kleid nach dem  EVA-Dressschnitt eine der Stützen des letzten Sommers. Rechts, für den heutigen Büro-/ Hausarbeitstag, trage ich beides kombiniert. 

Zum Marktgang habe ich die Jacke ausgezogen  und die schwarze Walkjacke mit meinem warmen Universaltuch kombiniert. Beide Kleidungsstücke haben für meinen heutigen Bedarf jeweils einen Nachteil. Das Kleid mit kurzen Ärmeln braucht im Frühsommer eine Jacke. Der Ninacardigan ist für die Walkjacke zu lang und ich hole mir die zusätzlich benötigte Wärme mit meinem Tuch. 

Kombinieren die anderen Bloggerinnen bei ihren MMM Präsentation auch Winter- und Sommerkleidung? Hier ist es zu sehen.

SWAP 12 / 13 Abschlussbericht

„Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht, und mach noch einen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht.“
 

Brecht (Die Dreigroschenoper, 3. Akt: 7, Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens)

Mitte September 2013 haben wir, Rong, Immi und Mema den Plan  – SWAP  – „We produce our collection“ organisiert.  Wir wollten bei der Auswahl der nächsten Nähprojekte darauf achten, dass die Kleidungsstücke in Farbe und Stil zusammen passen und so sollte eine kleine variable Kollektion entstehen. 
 
Wir haben vorgeschlagen, dass jede in den 5 Monaten Laufzeit mindestens vier Kleidungsstücke näht. Einige Frauen haben sich von unserer Initiative inspirieren lassen und haben mitgemacht. So sind mit der Zeit spannende Projekte entstanden.
 
An diesem Wochenende beenden wir den Prozess. Zum Abschluss zeigt je ihre Ergebnissen in ihrem Blog.
 
Und für uns drei ist es Zeit gemeinsam Bilanz zu ziehen.
 
Wir sind ganz fröhlich darüber, dass unsere Initiative so interessiert aufgenommen worden ist. In den letzten Monaten ist an ganz vielen Stellen die Gestaltung von zusammen passender, selbstgenähter Kleidung thematisiert worden. Von dem Austausch haben sowohl die Diskussionen innerhalb der Gemeinschaft der nähenden Bloggerinnen als auch unsere eigenen Nähprozesse profitiert.
 
Wir danken den Frauen die sich konkret mit der Gestaltung einer eigenen Kollektion beteiligt haben. Dabei hatten wir den Eindruck, dass die jeweiligen Pläne, die Auswahl der Stoffe, die Entscheidung für bestimmte Schnittmuster und die gewählten Nähtechniken vom gemeinsamen Prozess inspiriert wurden. Zusammen haben wir an dieser Stelle durch den Austausch mehr erreicht.
 
Es gab unendlich viele Anregungen, Bestätigung und manchmal auch Korrektur durch die Kommentare unserer Leserinnen. Auch das hat zum Gelingen beigetragen. Danke dafür.
 
Wir haben alle erlebt, dass der SWAP, das Nähen nach Plan in Konkurrenz zu unseren normalen Alltagstätigkeiten steht und diesen dann oft der Vorrang gegeben wird oder werden muss. Das ist ganz normal und schlau.
 
Eine weitere interessante Erfahrung haben wir gemacht. Alle (fast alle) Pläne haben im laufe der 5 Monate mehr oder weniger gravierende Änderungen erfahren. Auch dass entspricht den üblichen Erfahrungen geplanter Prozesse. Erst während der Ausführung zeigen sich die Chancen und Grenzen der Dinge. Fortlaufende Überprüfung und  als Folge davon Plananpassung, Veränderung, Verkleinerung, Verschiebung oder sogar die Aufgabe des Vorhabens – alles das ist sehr sinnvoll und spricht für Intelligenz und Beweglichkeit. Manchen heiß diskutierten großen Bauvorhaben wäre eine nüchterne Analyse und Plananpassung zu wünschen.
 
Pläne sind nur theoretische Entwürfe und müssen während der Umsetzung immer wieder verändert und angepasst werden. Genau das haben wir alle getan.
 

Uns dreien hat das SWAP-Projekt „We produce our collection“ viel Spaß gemacht und wir haben davon sehr profitiert. Danke dafür.

Dies sind die Links zu den Blogs der Frauen die sich beteiligt haben (wird noch aktualisiert):

blauraute
buntekleider
casa doni
nährstoffe
hotkontur
immi-made-clothes
julia-likefashion
kleinepause
LiNähLA
mamamachtsachen
ms-fisher
myparidae
mypatternmyfashion

nahttrennerin
neuesausdernähstube
siebenhundertsachen 
stoffwerkerin 
sonoemi 
yvonet

Und hier meine persönliche Bilanz

Das Ergebnis meines SWAP sollte eine Kollektion zusammen passender Alltagskleidungsstücke sein. Kleidung, die im Heimbüro, auf Kurzreisen, beim Einkaufen, Spielen mit den Enkelkindern und überhaupt überall chic, brauchbar und praktisch sein sollte. 
In den letzten 5 Monaten ist mir das gelungen.

Entstanden sind sechs Oberteile
zwei Pullover in blau und grün nach Burda 9/2012 106b,
ein schwarzes Schößchentop
zwei Shirts, ein grau gestreift ein in ultramarinblau
einen buntes Viskosetop 

drei Röcke:
ein Cordwickelrock in hellbeige 
ein kurzer karierter Rock
eine Cordrock in Ultramarinblau,

und noch
ein Cardigan aus Strickstoff
ein beige/blaues Wickelkleid aus Jersey
eine schwarze Walkjacke
 

Und eine Hose, leider beim versehendlichen Waschen eingelaufen. Die Ersatzhose aus gleichem Stoff ist noch nicht ganz fertig gestellt.

Auf dem Weg habe ich einige entscheidende Erfahrungen gemacht die meinen Nähprozess nachhaltig beeinflussen werden:

SWAP 12/13 Farbpalette

 Inspiriert von diesem vorhandenen Hosenstoff hatte ich mir diese Farbpalette ausgesucht und entsprechende Stoffe aus dem Lager zusammengestellt, überwiegend in Beige und Dunkelblau. Der Hosenstoff hat eine dünnen dunkelblaue Streifen. Ganz schnell war mir auch dieser Viskosestoff untergekommen. Besonders die klare grüne und die blaue Farbe ergänzten meine Farbpalette. Schon bei den ersten Teilen aus den beigen und braunen Kleidungsstoffen wurde deutlich, dass diese Farben überhaupt gar nicht zu mir passen. In diesen warmen gedämpften Tönen fühle ich mich nicht wohl.  Als Ergebniss sind ein Teil der Stoffe wieder im Lager verschwunden und ich habe bei neuen Stoffen Ultramarinblau, Flaschengrün, Schwarz und helles Beige bevorzugt.

Das war die erste wichtige Erfahrung beim SWAP: Ich trage am liebsten klare kräftige Farben! 

Die zweite Erfahrung ist: Reduktion ist von großer Bedeutung.
Im letzten Monat habe ich die entstandenen Kleidungsstücke einem Urlaubstest unterzogen. Die Reduktion auf Kleidungsstücke in wenigen Farben hat meine Garderobe schicker und flexibler gemacht. Zudem habe ich weniger Platz im Koffer benötigt.
Im Verlaufe des SWAP ist meine Fantasie immer mehr angeregt worden. Ich hatte unzählige Ideen was ich alles noch (unbedingt) machen sollte. Hier musste ich mich radikal beschränken. Obwohl ich ja beruflich nicht mehr sehr stark eingespannt bin und keine Kinder mehr versorge ist auch meine Zeit und auch Lust zum Nähen begrenzt.

Manche meiner Kleidungsstücke trage ich immerzu. Sie sind schon häufig gewaschen worden. Erste Verschleißerscheinungen (Pilling bei Jersey, Riss im Futter) zeigen sich. Die von mir benutzten Stoffe sind manchmal (vermeintliche) Schnäppchen gewesen. Hier werde ich zukünftig noch mehr Wert auf gute Stoffqualität  legen. Ich habe Wert auf sehr gute Verarbeitung gelegt. Z.B. haben alle Röcke Futter, ich habe mehr vorgeheftet und anprobiert. Das hat sich ausgezahlt. Weniger trennen, besserer Tragekomfort, gute Passform, das war der Lohn. Die dritte Erfahrung lautet hier: Gute Stoffe und gute Verarbeitung rechnen sich auf Dauer.

Nähen ist mein Hobby, eine Beschäftigung die im wesentlichen Freude bringen soll. Das ist die vierte Erfahrung. Der SWAP hatte auch die Funktion das wir leichter bei der Stange bleiben indem wir öffentlich unsere Pläne vorstellen und regelmäßig über die Fortschritte berichten. Das war eine ambivalente Sache. Gewünschter sanfter Druck geht schnell in unangenehmen Zwang über. Gegenseitiges Vergleichen und Messen ist nicht abzuschalten. Wenn meine Freude am Nähen pausiert werde ich ohne Bedauern eine Pause einlegen. Die Lust kommt schon wieder.

Gemeinsame Projekte sind ein Gewinn. Das ist wohl die bedeutsamste Erfahrung. Ich habe wieder einmal erfahren wie schön es ist mit anderen gemeinsam tätig zu sein. Ich habe von anderen gelernt; neue Nähtechniken, weitere Quellen für Informationen über das Hobby, habe Solidarität und Beratung erfahren und mehr nähende Bloggerinnen intensiver kennengelernt.

Und natürlich habe ich neue passende schöne Kleidungsstücke im Schrank.
Alle sind von mir schon ausführlich vorgestellt worden deshalb gibt es oben nur noch mal einen schnellen Blick des Entstandenen auf der Nassklebebandpuppe. Für ausführlichere Informationen habe ich Links gesetzt.

„Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht, und mach noch einen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht.“

Brecht (Die Dreigroschenoper, 3. Akt: 7, Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens)

Mitte September 2013 haben wir, Rong, Immi und Mema den Plan  – SWAP  – „We produce our collection“ organisiert.  Wir wollten bei der Auswahl der nächsten Nähprojekte darauf achten, dass die Kleidungsstücke in Farbe und Stil zusammen passen und so sollte eine kleine variable Kollektion entstehen. 

Wir haben vorgeschlagen, dass jede in den 5 Monaten Laufzeit mindestens vier Kleidungsstücke näht. Einige Frauen haben sich von unserer Initiative inspirieren lassen und haben mitgemacht. So sind mit der Zeit spannende Projekte entstanden.

An diesem Wochenende beenden wir den Prozess. Zum Abschluss zeigt je ihre Ergebnissen in ihrem Blog.

Und für uns drei ist es Zeit gemeinsam Bilanz zu ziehen.

Wir sind ganz fröhlich darüber, dass unsere Initiative so interessiert aufgenommen worden ist. In den letzten Monaten ist an ganz vielen Stellen die Gestaltung von zusammen passender, selbstgenähter Kleidung thematisiert worden. Von dem Austausch haben sowohl die Diskussionen innerhalb der Gemeinschaft der nähenden Bloggerinnen als auch unsere eigenen Nähprozesse profitiert.

Wir danken den Frauen die sich konkret mit der Gestaltung einer eigenen Kollektion beteiligt haben. Dabei hatten wir den Eindruck, dass die jeweiligen Pläne, die Auswahl der Stoffe, die Entscheidung für bestimmte Schnittmuster und die gewählten Nähtechniken vom gemeinsamen Prozess inspiriert wurden. Zusammen haben wir an dieser Stelle durch den Austausch mehr erreicht.

Es gab unendlich viele Anregungen, Bestätigung und manchmal auch Korrektur durch die Kommentare unserer Leserinnen. Auch das hat zum Gelingen beigetragen. Danke dafür.

Wir haben alle erlebt, dass der SWAP, das Nähen nach Plan in Konkurrenz zu unseren normalen Alltagstätigkeiten steht und diesen dann oft der Vorrang gegeben wird oder werden muss. Das ist ganz normal und schlau.

Eine weitere interessante Erfahrung haben wir gemacht. Alle (fast alle) Pläne haben im laufe der 5 Monate mehr oder weniger gravierende Änderungen erfahren. Auch dass entspricht den üblichen Erfahrungen geplanter Prozesse. Erst während der Ausführung zeigen sich die Chancen und Grenzen der Dinge. Fortlaufende Überprüfung und  als Folge davon Plananpassung, Veränderung, Verkleinerung, Verschiebung oder sogar die Aufgabe des Vorhabens – alles das ist sehr sinnvoll und spricht für Intelligenz und Beweglichkeit. Manchen heiß diskutierten großen Bauvorhaben wäre eine nüchterne Analyse und Plananpassung zu wünschen.

Pläne sind nur theoretische Entwürfe und müssen während der Umsetzung immer wieder verändert und angepasst werden. Genau das haben wir alle getan.

Uns dreien hat das SWAP-Projekt „We produce our collection“ viel Spaß gemacht und wir haben davon sehr profitiert. Danke dafür.

Dies sind die Links zu den Blogs der Frauen die sich beteiligt haben (wird noch aktualisiert):

blauraute
buntekleider
casa doni
nährstoffe
hotkontur
immi-made-clothes
julia-likefashion
kleinepause
LiNähLA
mamamachtsachen
ms-fisher
myparidae
mypatternmyfashion

nahttrennerin
neuesausdernähstube
siebenhundertsachen 
stoffwerkerin 
sonoemi 
yvonet

Und hier meine persönliche Bilanz

Das Ergebnis meines SWAP sollte eine Kollektion zusammen passender Alltagskleidungsstücke sein. Kleidung, die im Heimbüro, auf Kurzreisen, beim Einkaufen, Spielen mit den Enkelkindern und überhaupt überall chic, brauchbar und praktisch sein sollte. 
In den letzten 5 Monaten ist mir das gelungen.


Entstanden sind sechs Oberteile
zwei Pullover in blau und grün nach Burda 9/2012 106b,
ein schwarzes Schößchentop
zwei Shirts, ein grau gestreift ein in ultramarinblau
einen buntes Viskosetop 

drei Röcke:
ein Cordwickelrock in hellbeige 
ein kurzer karierter Rock
eine Cordrock in Ultramarinblau,

und noch
ein Cardigan aus Strickstoff
ein beige/blaues Wickelkleid aus Jersey
eine schwarze Walkjacke
 

Und eine Hose, leider beim versehendlichen Waschen eingelaufen. Die Ersatzhose aus gleichem Stoff ist noch nicht ganz fertig gestellt.

Auf dem Weg habe ich einige entscheidende Erfahrungen gemacht die meinen Nähprozess nachhaltig beeinflussen werden:

SWAP 12/13 Farbpalette

 Inspiriert von diesem vorhandenen Hosenstoff hatte ich mir diese Farbpalette ausgesucht und entsprechende Stoffe aus dem Lager zusammengestellt, überwiegend in Beige und Dunkelblau. Der Hosenstoff hat eine dünnen dunkelblaue Streifen. Ganz schnell war mir auch dieser Viskosestoff untergekommen. Besonders die klare grüne und die blaue Farbe ergänzten meine Farbpalette. Schon bei den ersten Teilen aus den beigen und braunen Kleidungsstoffen wurde deutlich, dass diese Farben überhaupt gar nicht zu mir passen. In diesen warmen gedämpften Tönen fühle ich mich nicht wohl.  Als Ergebniss sind ein Teil der Stoffe wieder im Lager verschwunden und ich habe bei neuen Stoffen Ultramarinblau, Flaschengrün, Schwarz und helles Beige bevorzugt.

Das war die erste wichtige Erfahrung beim SWAP: Ich trage am liebsten klare kräftige Farben! 

Die zweite Erfahrung ist: Reduktion ist von großer Bedeutung.
Im letzten Monat habe ich die entstandenen Kleidungsstücke einem Urlaubstest unterzogen. Die Reduktion auf Kleidungsstücke in wenigen Farben hat meine Garderobe schicker und flexibler gemacht. Zudem habe ich weniger Platz im Koffer benötigt.
Im Verlaufe des SWAP ist meine Fantasie immer mehr angeregt worden. Ich hatte unzählige Ideen was ich alles noch (unbedingt) machen sollte. Hier musste ich mich radikal beschränken. Obwohl ich ja beruflich nicht mehr sehr stark eingespannt bin und keine Kinder mehr versorge ist auch meine Zeit und auch Lust zum Nähen begrenzt.

Manche meiner Kleidungsstücke trage ich immerzu. Sie sind schon häufig gewaschen worden. Erste Verschleißerscheinungen (Pilling bei Jersey, Riss im Futter) zeigen sich. Die von mir benutzten Stoffe sind manchmal (vermeintliche) Schnäppchen gewesen. Hier werde ich zukünftig noch mehr Wert auf gute Stoffqualität  legen. Ich habe Wert auf sehr gute Verarbeitung gelegt. Z.B. haben alle Röcke Futter, ich habe mehr vorgeheftet und anprobiert. Das hat sich ausgezahlt. Weniger trennen, besserer Tragekomfort, gute Passform, das war der Lohn. Die dritte Erfahrung lautet hier: Gute Stoffe und gute Verarbeitung rechnen sich auf Dauer.

Nähen ist mein Hobby, eine Beschäftigung die im wesentlichen Freude bringen soll. Das ist die vierte Erfahrung. Der SWAP hatte auch die Funktion das wir leichter bei der Stange bleiben indem wir öffentlich unsere Pläne vorstellen und regelmäßig über die Fortschritte berichten. Das war eine ambivalente Sache. Gewünschter sanfter Druck geht schnell in unangenehmen Zwang über. Gegenseitiges Vergleichen und Messen ist nicht abzuschalten. Wenn meine Freude am Nähen pausiert werde ich ohne Bedauern eine Pause einlegen. Die Lust kommt schon wieder.

Gemeinsame Projekte sind ein Gewinn. Das ist wohl die bedeutsamste Erfahrung. Ich habe wieder einmal erfahren wie schön es ist mit anderen gemeinsam tätig zu sein. Ich habe von anderen gelernt; neue Nähtechniken, weitere Quellen für Informationen über das Hobby, habe Solidarität und Beratung erfahren und mehr nähende Bloggerinnen intensiver kennengelernt.

Und natürlich habe ich neue passende schöne Kleidungsstücke im Schrank.
Alle sind von mir schon ausführlich vorgestellt worden deshalb gibt es oben nur noch mal einen schnellen Blick des Entstandenen auf der Nassklebebandpuppe. Für ausführlichere Informationen habe ich Links gesetzt.

MMM – Testtag für den braunen Rock

Heute trage ich meinen, weiten langen brauen Rock zum Markt.  Genäht habe ich ihn schon Mitte 2011. 

Es ist ein Schnitt aus der BurdaStyle Januar 2011. Als Kombination dazu hatte ich die Tweedjacke und eine Schößchenbluse genäht, beides auch aus der gleichen Zeitschriftenstrecke. Mit der Jacke bin ich vertraut geworden, ich trage sie oft und liebe sie sehr. Die Schößchenbluse wurde nach längerem Aufbewahren und einem intensiven Test in den Müll geschmissen. 

Der Rock ist eins der Kleidungsstücke zu denen ich eine sehr ambivalente Haltung habe. Ich trage ihn selten obwohl ich den Stoff und noch mehr den Schnitt liebe. Auch das Tragegefühl ist großartig. Nur das Spiegelbild von mir im Rock gefällt mir nicht. Irgendetwas scheint mit den Proportionen oder dem Schnitt nicht zu stimmen. Vermutlich steht mir die Form nicht. Oder ist es die Farbe? Nun, wir werden sehen. Ich werde ihn bewusst öfter anziehen und mit verschiedenen Oberteilen kombinieren.

Heute zum Markt und dann den ganzen Tag am Schreibtisch trage ich ihn jedenfalls so:

Brauner Rock, beiges Sorbettotop, gekaufte, beige, kurze Strickjacke, auffälliger bunter Stickgürtel. Die Stiefel gibt es nur zum Markt. Da trage ich das Outfit zusammen mit der alten schwarzen Lederjacke kombiniert. Wenn ich das Fotos so sehe….ein bisschen westernartig!!

Ist bei den anderen MMM Frauen schon Frühling? Hier ist es zu sehen.

Ich hab den Rock hier schon einmal vorgestellt und so beschrieben:


Interessiert an dem Rock hat mich die besondere Schnittführung. Vorder- und Rückenteil bestehen aus je einem halben großen Oval, das in der Mitte eingeschnitten wird. In diesem Einschnitt eingepasst wird der Hüftsattel. An der linken Seite wird ein Reißverschluss eingenäht. Nur der Hüftsattel ist gefüttert.

Foto aus Burdastyle 1.11