Archiv der Kategorie: Pullover

Schnittmusterbeschreibung – grüner Pulli, Burdasyle 9/2012, Nr.106

 

Beschreibung:


Dieser Pulli besticht durch einige originelle Schnittdetails. Er hat dreiviertellange Ärmel, ist vorne sehr hoch geschlossen und hat hinten einen kleinen V-Ausschnitt. Die Ärmel sind sehr hoch geschnitten und haben auf der Schulter Abnäher. Die Brustabnäher verlaufen in einem Bogen vom Saum bis zur Brust.

Größen:
Im Heft gibt es den Mehrgrößenschnitt von 36 bis 44.
Ich habe als Basis Größe 44 genommen und an der Hüfte nach meinen Maßen erweitert.

Sieht das genähte Kleidungsstück wie auf dem Foto bzw. wie die technische Zeichnung aus?
Der Pulli sieht so aus wie ich es mir nach den Fotos vorgestellt habe.
War die Anleitung leicht zu verstehen?
Die Anleitung ist gut zu verstehen. Es ist sinnvoll die Anleitung zu benützen denn die Ärmel werden anders als üblich eingenäht und das ist sehr sehr sinnvoll.

Was möchte ich besonders bzw. überhaupt nicht an dem Schnittmuster?

Der Schnitt ist toll. Er sieht schlicht aus, hat aber doch einige interessante Details.

Verwendeter Stoff:
Ich habe Strickstoff vom Stoffstand auf dem Wochenmarkt mit etwas Wolle und viel Kunstfaser verwandt. Die genaue Zusammensetzung ist unklar. Ich habe die linken Seite des Strickstoffes als rechte genützt. Ein Strickstoff mit etwas mehr Stand wäre ganz gut gewesen.

Änderungen an dem Schnittmuster oder am Design:
Damit der Pulli passt habe ich das Schnittmuster angepasst:
Die Seitenteile wurden nach unten um jeweils 3 cm verbreitert, die Schultern um 1,5 cm schmaler gemacht und das Armloch 1,5 cm verkleinert. An der Passform der Ärmel will ich noch mal arbeiten. Hier sind noch sehr viele Falten beim Tragen. Und den V-Auschnitt im Rücken habe ich etwas entschärft. Ich will es ja im Winter tragen.

Welche Unterstützungen und Tutorials habe ich genützt:
Für die Anpassung der Schultern habe ich das Buch Fitting & Pattern Alteration von Liechty et.al. zu Rate gezogen

Würdest ich das Schnittmuster nochmals nähen?

Ja, das werde ich sehr wahrscheinlich.

Fazit:
Ich empfehle den Schnitt sehr.
Seitlich
Hinten

Vorne

Selbst genäht und sonntags gezeigt – beige/schwarzer Pullover

An T-Shirts und dünne Pullover habe ich besondere Anforderungen. Sie müssen sich „von innen“ gut anfühlen und nach dem Anziehen nicht mehr zu bemerken sein. Sie haben zu sitzen, an keiner Ecke zu drücken und sich nicht in eine falsche Richtung zu ziehen.  Sie dürfen also weder zu weit noch zu eng sein. Außerdem sollen sie in jeder benötigten Farbe vorhanden sein und wahlweise einen runden weiten oder einen V-Ausschnitt haben. Wenn ich einen Typ T-Shirt passend finde kaufe ich in der Regel alle brauchbaren Farben und trage den Typ bis sich an den Kanten Löcher bilden. Erfahrungsgemäß brauche ich dann mindestens zwei Saison bis ich wieder eine gute neue T-Shirt Art finde. Nun, meine aktuellen T-Shirts nähern sich dem Gebrauchsende. Es gibt schon dünne Stellen und kleine Löcher in den beiden weißen Shirt. 
 
Höchste Zeit sich auf die Suche nach Neuen zu begeben. Ich habe die Suche modifiziert. Jetzt bin ich auf der Jagd einem passenden Schnitt. Natürlich habe ich als Erstes ein gutes sitzendes Shirt aus der vorherigen Serie zerschnitten und nachgenäht. Das war ehr unbefriedigend. Die lange Tragedauer hatte den Stoff sehr verdreht und verzerrt. Als Schnittmuster hat es sich nur noch bedingt geeignet. Also probiere ich es mit anderen Schnittmustern. Dabei habe ich zuerst mal Raglanschnitte gesucht. Der immer wieder gelobte Farbenmixschnitt ZOELA hat nicht funktioniert. Auch Burda style 2/2010 war noch nicht gut. Heute zeige ich einen dünnen Pulli nach einem  Schnitt von  Zwischenmass, Modell-605006. Er sitzt schon ziemlich gut. An den Schultern brauche ich noch mehr Platz aber der Schnitt hat Potential. Ich werde ihn anpassen und weiter benützen. Die Suche wird dennoch weitergehen. Jetzt werde ich Schnitte mit eingesetzten Ärmeln ausprobieren.

Hier gibt es wieder ein Flurspiegelfoto mit der üblichen Unschärfe. Das obere Bild zeigt Details des Pullis auf der Puppe.

Stricken für Enkel – Teil 3

Der Erbsenpullover ist fertig gestrickt. Eine lange Bahnreise nach Kiel hat mir die Zeit dafür gegeben.
Ich möchte noch mal an das wunderbare Kinderstrickbuch* erinnern aus dem ich das Muster habe. Daraus werde ich sicher noch mehr stricken. Die dickere Wolle (Royal Tweed, Lana Grossa, 50g/100m) erforderte einige Anpassungen und ich habe noch zwei Erbsen als Knöpfe am Halsausschnitt hinzugefügt.

*freche Maschen, Annette Danielsen, Landwirtschaftsverlag Münster, 2007

Stricken für Enkel – Teil 2

*(Bild aus: Freche Maschen, Annette Danielsen, Landwirtschaftsverlag Münster, 2007)
(Erbse aus „Freche Maschen“)

Das Rückenteil des Pullovers für den Enkel ist fertig. Der Pullover wird dicker als erwartet. Ein  Pullover? Es könnte auch eine Strickjacke werden! Braucht der Enkel einen dicken Pullover für den Winter oder doch eine Strickjacke ???????? Die Berliner Schwägerin plädiert für eine Jacke, die ist flexibler einsetzbar. Aber das Pullovermuster sieht auch schön aus. Ich bin mir nicht sicher. Am Besten ist es, wenn ich darüber mit der Schwiegertochter berate.

Nachtrag:
Die Beratung hat ergeben, es wird ein Pullover. 

Stricken für Enkel

Mit dem Bärenanzug für den Enkel zur Geburt habe ich wieder angefangen. Jetzt ist er fast zwei Jahre und im Moment stricke ich ihm einen Pullover. Im Sommer habe ich dieses schöne Buch* mit vielen Pullovern und Jacken für Kinder gefunden. Jedes Strickteil hat ein Gemüse oder eine Frucht als Vorbild.
*(freche Maschen, Annette Danielsen, Landwirtschaftsverlag Münster, 2007)

Ich werde die Erbse stricken, mit dickerer Wolle (Royal Tweed, Lana Grossa) als vorgesehen und auch mit etwas anderen Farben unten am Bund. Das Erbsmuster ist einfacher als es aussieht denn die  Farben laufen nicht in jeder Reihe mit.  Immer zwei Reihen in einer Farbe, sehr praktisch.