Archiv der Kategorie: Schnittmusterbeschreibung

Schnittmusterbeschreibung – Hemd mit Plisseefalten und Kraeuselungen, Dpstudio, LE604

 

LE604 ist ein Hemdenschnitt der pariser Firma DPStudio.

Plissierte Brust,

extrem lange enge Manschetten,

Stehkragen,

unversäuberte geraffte Winker auf den Schultern,

 

das Hemd hat viele Besonderheiten.

Anleitung:

Es gibt den Schnitt in englischer und in französischer Sprache und nur als Papierversion. Ich habe nach der englischen Anleitung gearbeitet und die ist ausführlich und vollständig. Es gab keine Probleme.

Verwendeter Stoff:
Der bunte bedruckte Stoff hat eine crepeartige Struktur und scheint Viskose zu sein.

Größen:
Das firmeneigene Größenschema geht von 36 bis 48.  Brustmaß von 83 cm bis 111cm. Ich habe Größe 48 genäht. Die Ärmel sind sehr eng geschnitten und hier habe ich den Schnitt hier um 3 cm erweitert. Auf den beiden Schnittmusterteilen kann man schwach den eingesetzten Keil erkennen.

Verarbeitunghinweise:

Im Netz hab ich die ausführliche Dokumentation von Sheryll, pattern, scissors cloth gefunden. Von ihr habe ich die Verarbeitung mit französischen Nähten übernommen. Das war hilfreich. Nach Sybilles Hinweis auf die sehr engen Ärmel habe ich diese verbreitert. Das Hemd ist radikal gekürzt. Alles andere ist wie in der Anleitung genäht. Nur auf das Collar frill, das Kropfband habe ich verzichtet.

 

Fazit:

Ein schräges Teil! Auffällig aber bequem und ich mag das Hemd sehr.

 

Schnittmusterbeschreibung / Hut / Vogue 8844

Da meine neue Regenjacke ja keine Kapuze bekommen hat, nähe ich noch einen Regenhut aus gleichem Stoff. Der Schnitt Vogue 8844 ist schon älter und wird nicht mehr verkauft. Die Designerin ist offensichtlich eine bekannte Hutmacherin “ Patricia Underwood „. Nie von ihr gehört.

Es gibt drei Varianten im Schnittmuster.

Ich habe mich für Version A entschieden. Viele gratis Schnitte für Sommerhüte kann man im Netz finden. Vogue 8844 ist aber in kleinen Details interessant geschnitten und so hat sich für mich die Inverstition (von vor einigen Jahren) gelohnt. Mir gefallen die kleinen besonderen Schnittführungen: die Krempe ist z.B. nicht überall gleich breit, der Hutdeckel ist speziell geformt und hat deshalb eine Mittelnaht.

Anleitung:
Die englische Anleitung ist ausführlich und mehr als ausreichend.

Verwendeter Stoff:
Rote gewachste Baumwolle und als Futter eine Baumwolle die extra für gewachste Baumwolle empfohlen wird sowie aufbügelbare Versteifung unbekannter Herkunft.

Größen:
Der Schnitt enthält 3 Größen. Entscheidend ist der Kopfumfang.

Verarbeitungshinweise:

Länger als das Nähen hat es gedauert bis ich mich für die innere Verstärkung entschieden hatte. Verschiedene aufbügelbare Stoffe habe ich ausprobiert. Ich wollte eine gewisse Steifheit aber der Hut sollte noch faltbar bleiben. Jetzt habe ich eine mittlere Stärke auf den Futterstoff gebügelt und erst der Praxistest wird zeigen ob das gut war. Auf den Außenstoff wollte ich nichts bügeln da er gewachst ist und sich schlecht mit Hitze bearbeiten läßt. Offensichtlich ist der innere Hut etwas verzogen. Beim Zusammennähen musste ich ihn in kleinere Falten legen. Beim nächstem Mal sollte ich da besser aufpassen.

Fazit:

Ein schnelles erfolgeiches Projekt. Immer wieder gerne.

Schnittmusterbeschreibung – Regenjacke aus gewachster Baumwolle – Burda 11/177/Nr. 103

Ein Regenjacke aus natürlichem Material war mein Wunsch. Gewachste Baumwolle als Regenbekleidung trage ich schon lange. Ich kenne auch die Nachteile. Solche Jacken sind sehr viel schwerer als moderne Kunststoffe aber sie sind auch irgendwie besonders. Vor einiger Zeit habe ich entdeckt, dass es gewachste Baumwolle auch in hellen Farben gibt. Ich habe Rot gewählt. Bei der Suche nach einem Schnittmuster bin ich auf den Anorak aus der Burda 11/2017 Nummer 103 gestoßen, gefüttert mit Kapuze und länger geschnitten.  Viele meiner Wünsche erfüllt der Schnitt.

 

Anleitung:
Die Anleitung ist „Normalburda“. Mir hilft es sie Schritt für Schritt zu befolgen. Dann klappt das schon. Ich fand die Anleitung gut. Den schwierigsten Teil, die Anleitung für die Kapuze, habe ich aber ausgelassen. Hier hätte ich vermutlich Probleme bekommen.

 

Verwendeter Stoff:
Rote gewachste Baumwolle und als Futter eine Baumwolle die extra für gewachste Baumwolle empfohlen wird.

Größen:
Der Schnitt geht bis Größe 44. Ich habe gleich beim Kopieren auf Größe 46 gradiert. Das hat gut geklappt

Verarbeitungshinweise:
Je mehr ich mich mit dem Schnitt beschäftigt habe umso mehr Zweifel hatte ich an der Kapuze. Ein genähtes Modell einer Burdaleserin  bestätigte mich schließlich darin, das diese Kapuze nicht praktisch sein kann. Ich habe mich also gegen die Kapuze und für einen Hut (Vogue 8844) entschieden.

Die Taschen in den Seitennähten sind nicht besonders praktisch. Ich habe sie um zwei Innentaschen ergänzt. Warum haben Frauenjacken eigentlich nicht sowieso Inntentaschen?

Sonst habe ich nichts verändert. Die Jacke sollte mit dickem Garn und Ziernähten gearbeitet werden. Das hat nicht gut funktioniert. DIe Ziernähte sind nicht besonders schön geworden. Meine Maschine hat wechselnd gut und schlecht gearbeitet obwohl ich Markengarn verwendet  und die Nadeln sehr oft gewechselt habe.

Bügeln ist ein Problem. Das Wachs schmilzt natürlich und versaut alles. Außerdem fehlt der Wachs dann im Stoff. Besser bin ich gefahren mit Ausstreichen der Nähte mit dem Daumennagel und einem Hölzchen.

Fehlsstiche und Heftstiche sind im Stoff noch einige Zeit zu sehen. Sie haben sich aber nicht umgehen lassen. Wo immer es ging habe ich mit Stoffklammern gearbeitet.

Fazit:
Ich bin sehr zufrieden mit der Jacke. Klasse ist sie. Mir fehlen nur bequeme Taschen in die ich bei Regen unkompliziert meine Hände stecken kann. Vermutlich werde ich die noch nachrüsten. Dennoch kann ich den Schnitt sehr empfehlen.

 

Schnittmusterbeschreibung – Marley woven shirt

Bei der australischen Firma StyleArc habe ich schon verschiedene Schnittmuster gekauft und wieder und wieder genäht. Das Marley woven shirt gehört auch dazu. Gerade habe ich ein rotes Hemd für den Urlaub genäht. Es ist als Ersatz gedacht.

 

Das erste Rote ist vollständig aufgebraucht.

Das Marleyhemd ist hüftlang, hat dreiviertellange Ärmel und kleine Schlitze an allen Säumen, ein lässiges Teil, das als Bluse aber auch als Sommerjacke getragen werden kann.

Anleitung:

Diesen Schnitt habe ich als Papierversion gekauft und wird nur die eigene Größe bestellt, es gibt  Mehrgrößenschnitte inzwischen auch, dann aber nur als PDf. Die Papieranleitung kommt auf schönem dicken Papier mit professionellen Nähzeichen. Es ist mir immer wieder eine Freude damit zu arbeiten. Ein kleiner Stoffschnipsel, auf das Deckblatt aufgeklebt, zeigt welche Art Stoff die Designerin vorschlägt.

Die englische Anleitung ist echt knapp gehalten und manchmal muss gerätselt werden wie das denn jetzt wohl geht. Knifflige Nähschritte werden mit kleinen Zeichnungen illustriert, dass hilft meistens.

Verwendeter Stoff:
Das rote neue Hemd ist aus dickerer Baumwolle mit Elastan, das ältere Hemd ist aus Viskose mit Elastan und das orange ist aus einem alten Bettlaken. Die Faser gibt mir schon immer Rätsel auf.

Größen:
Die FIrma hat ein eigenes Größenschema. Vor dem Bestellen ist natürlich der Vergleich mit den eigenen Maßen notwendig. Die Maße der Modelle in inc und cm findet man auf der jeweiligen Seite des Schnittmusters unten.

Verarbeitungshinweise:
Das erste Hemd habe ich so genäht wie der Schnitt es vorgegeben hat. Bei den beiden anderen  habe ich eine kleine FBA gemacht und die Schultern verschmälert. Den Kragen der letzten Bluse habe ich zunächst wie ein Herrenhemd verarbeitet und fachgerechte EInlagen eingebaut. Zu dem lässigen Stil hat das nicht gepasst. Ich habe dann den Kragen erneut zugeschnitten und keine Einlage mehr verwendet. Das gefällt mir jetzt viel besser. Über die Lage der Knopflöcher und Knöpfe entscheide ich immer ganz am Schluss und bei einer Anprobe. Der entscheidende Knopf sitzt auf Brusthöhe. Danach richten sich dann die andern aus. Und zwei Reserveknöpfe näh ich an die Seitennaht.

Fazit:
Irgendwas ist mit dem Schnitt. Ich kann es nicht beschreiben. Die Teile sitzten nicht perfekt an meinem Körper. Trotzdem sind sie perfekte Begleitung auf meinen Reisen, als Blusen, als dünne Jacken über Kleidern, als leichter Sonnenschutz. Ich sollte mir die Mühe machen den Schnitt noch mal besser anzupassen. Vermutlich lohnt sich das.

 

Schnittmusterbeschreibung – Dove Blouse, Megan Nielsen

Dove / Taube heißt der Blusenschnitt von Megan Nielsen. Schon im letzten Jahr habe ich ein Hemd mit diesem Schnitt genäht und dann noch eins im Herbst und jetzt wieder für den Sommer. Mir gefällt der Schnitt. Es ist ein schlichtes gerades Hemd mit gerundeten Säumen, hinten deutlich länger und einem tiefen V-Auschnitt. Die Säume haben  breite Belege. Und es gibt verschiedene Varianten weiter Glockenärmel.

Anleitung:

 

Es gibt den Schnitt nur in Englisch, als PDF und als Papierversion. Die Anleitung ist  ausführlich und vollständig. Es gab keine Probleme. Auf der Internetseite der Firma gibt es viele verschiedene Verarbeitungs- und Veränderungsvorschläge.  All das macht das Nähen einfach.

Verwendeter Stoff:

Das türkisfarbene Hemd ist aus Baumwoll-Leinencrepe und von mir gefärbt. Die dunkle Blumenbluse besteht aus dünnem schönen Polyester der weder Geruch annimmt noch mich schwitzen läßt und das neue Hemd ist aus Viskosecrepe.

 

Größen:
XS (86cm Brustweite) bis XL  (107cm Brustweite) ist der Größenbereich. Bei der ersten Bluse habe ich den Schnitt ausgemessen und XL für passend gefunden. Diese Größe nähe ich jetzt.

Verarbeitungshinweise:

Auf die sensationellen Glockenärmel verzichte ich.  Ärmel bis zum Ellenbogen gefallen mir bei diesem Schnitt am besten. Beim ersten Hemd hat der V-Ausschnitt sich verzogen. Jetzt arbeite ich immer sehr sorgfältig und setzte direkt nach dem Zuschneiden eine Stütznaht. Mit Erfolg. Das Problem ist nicht mehr aufgetreten. Alle Nähte sind mit „Französischer Naht“ gearbeitet wobei ich die erste Naht (links auf links) mit der Overlock arbeite hier eine kleine Anleitung dazu. Bei dünnen Stoffen gefällt mir das sehr. Ansonsten habe ich nichts verändert, nicht einmal den Brustpunkt verlegt. Das Hemd hat mir einfach so gepasst. Ich könnte die Schultern etwas schmaler machen aber das ist „Klagen auf hohem Niveau“.

Fazit:

Guter Schnitt, fehlerfreies Schnittmuster, große Empfehlung. So ein Hemd nach diesem Schnitt ist ein schnelles Projekt. Vermutlich werde ich auf diesen Schnitt noch weitere Male zurückgreifen.