Naehplaene fuer Herbst/Winter 17/18

Ab heute gibt es wieder jeden Mittwoch den Laufsteg der schönen Selbstgenähten. Wunderbar. Den Motto-Tag „Mein schönstes Urlaubserlebnis“ werde ich schlicht ignorieren. Über meine Reise habe ich schon so viel hier geschrieben. Auch die passende Urlaubsgarderobe ist ausreichend gewürdigt woren.

Heute ist es wirklich schon herbstlich. Regen, unter 20 Grad, trübes Licht. Einen Teil des Tages werde ich im Nähzimmer verbringen. Trotz des Wetters habe ich meinen dufftigen, schwingenden  Seidenrock (Fashionstyle 04/2016 Nr. 6) angezogen. Allerdings trage ich dazu einen derberen, gekauften langen Baumwollpullover. Der Rock streichelt meine noch nackten Beine und das erinnert an den Sommer.

In der letzten Woche war Stoffmarkt und ich habe einige Stoffe gekauft die meine Herbstgarderobe erweitern sollen; dünne Blusenstoffe und dicke Stoffe für Röcke.

Genau weiß ich schon, dass aus dem grünen Dekostoff mit Großstadtsilhouette ein enger kurzer Bleistiftrock werden soll. Aus dem geblümten, durchsichtigen Stoff wird eine Schluppenbluse nach McCalls 6512 (OOP) und die Tieger kommen auf  die Tunka nach Vogue 1323 (OOP). Kunstlederjersey und schwarzer Stoff werden auch zu einem Rock nach dp 401.

Aus dem Stoffschrank kamen dann all die Stoffe, dazu die sich gut kombinieren lassen und dass alles liegt jetzt auf dem alten Küchentisch um mich zu inspirieren. Nur einen kleinen Teil der Stoffe werde ich nützen.

Wie schön das MMMittwoch wieder da ist und ich schauen kann was hier so alles genäht wurde. Schöne Zeit wünsche ich euch.

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Kunstpersianermantel Sportmax – vom Laufsteg in den Kleiderschrank Finale

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank, diese  Initiative haben Anfang des Jahres Monika/Wollixundstoffix und Yvonne/yvonetsurreal gestartet. Heute ist Finale.

Ich habe mich für den Nachbau eines Fakefur Kurzmantels von Sportmax aus der Herbst / Winter Kollektion 17/18 entschieden und auch den Lackrock dazu genäht.

 

Beides ist fertig und zumindest der Kurzmantel ist sehr alltagstauglich. Der Lackrock wird sicher nur zu wenigen Gelegenheiten angezogen, z. B. wenn es regnet und das Wasser die Regenjacke herunterläuft. Obwohl, so schlecht sieht er zu dem orangenen Monsterpulli gar nicht aus.

Ich habe hier einfach ein Rechteck zuammengenäht und mit breitem Gummiband versehen. Das Original ist vermutlich etwas ausgestellt und hat auch Taschen.

Für den Kurzmantel habe ich als Basis Chloe von La Maison Victor verwendet. Yvonne hatte mich darauf aufmerksam gemacht. Danke dafür. Der Schnitt war sehr gut geeignet. Im Heft gibt es eine ordentliche Anleitung, auch für die Entwicklung des Futterschnitts.  Das Halsbündchen habe ich einfach zwischen Stoff und Beleg gesetzt. Und ich habe einen kleinen Kinnschutz eingebaut denn die Jacke geht sehr hoch.

Zwischen Beleg und Oberstoff habe ich auch den doppelseitigen Metallreißverschluss gefaßt. Dazu sind Beleg und Oberstoff natürlich bis kurz vor die vordere Mitte verkürzt worden. An der linken Seite des Mantels habe ich den Beleg so zugeschnitten so, dass ich die Webkante gleichzeitig als Untertritt nützen konnte. An der Vorderseite habe ich auf den Untertritt noch ein Ripsband aufgenäht (und die Fransen der Webkante als Designelement gelassen).

Die Ärmel des Oberstoffs habe ich verlängert und  zwischen Futter- und Oberstoff  Ärmelbündchen eingenäht. Dabei ist der Futterärmel kürzer und der Oberstoff des Ärmels eingeschlagen. Hier habe ich Tutorials aus dem Internet für versteckte Bundchen in Jackenärmel genützt. Es gibt mehrere davon.

Bei aller Liebe zu Handnähten, den Futterschlitz der zum Wenden der Jacke nötig war und hier am Ärmel liegt, habe ich mit der Maschine genäht, das sieht man hier deutlich.

Ein bischen schade finde ich die Qualität des Oberstoffs. Es ist eine schwere Baumwolle und vermutlich ehr für Gardinen oder als Polsterbezug gedacht. Für den Stoff habe ich aber insgesamt nur 20 Euro bezahlt. Wenn mir noch ein besserer Stoff begegnet werde ich die Jacke noch mal nähen und dieses Teil als Probe verbuchen denn sie gefällt mir sehr.
Herzlichen Dank an Monika und Yvonne für den Anstoß.

Bald geht es mit Teil 5 weiter und ich freu mich schon darauf denn ich habe ein neues Projekt geplant.

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Persianermantel Sportmax – vom Laufsteg in den Kleiderschrank 4.2

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank, diese  Initiative haben Anfang des Jahres Monika/Wollixundstoffix und Yvonne/yvonetsurreal gestartet. Im Moment geht es in der vierten Runde um den Zwischenstandsbericht. Manche Teilnehmerinnen zeigen schon fertige Kleidungsstücke. Ich bin noch lange nicht so weit.

Entschieden habe ich mich für den Kunstpelzpersianer von Sportmax und den Rock dazu.
Einfache Schnitte, sehr tauglich für meinen Alltag!

 

Aber ich habe ich mir das einfacher vorgestellt. In keiner der Onlineshops sind die Sachen schon vorrätig. Material und Detailfotos finde ich also (noch) nicht. Und dann die langwierige Recherchen und Suche für Stoff und Schnittmuster. Immerhin habe ich im örtlichen Stoffresteverkauf einen Kunstpersianerstoff für wenig Geld gefunden. DIe Brennprobe zeigt: überwiegend Baumwolle, ein schwerer Stoff. Wenn ich noch einen aus Kunstfaser finde werde ich zugreifen. Und einen sehr schönen grau roten Futterstoff hatten sie auch auf Lager. Der gefällt mir sehr gut. Ich sollte die ganze Rolle kaufen.

 

Besonders schwierig ist das Schnittmuster. Möglichst wenig Abnäher und Nähte sollte der Schnitt haben. Ich hatte vermutete, dass Burda, die 4 großen Amerikaner und auch Ottobre jeweils mehrere Varianten von Raglanmänteln für feste Stoffe anbieten. Weit gefehlt. Ottobre hat einen Raglanmantelschnitt (Salma 17-5-2009) für Walk. Den kenne ich und habe ihn auch schon genäht. Er ist für dieses Projekt nicht sehr gut geeignet.

Im Schnittmusterkarton bei  mir finde ich  von Vogue Pattern  V1127, eine Kostümjacke mit Raglan ,  das ist ein alter, nicht mehr zu kaufender Schnitt den ich verlängern müsste und  eine andere Kragenlösung erfinden.

Und dann gibt es noch den Raglan Coat Yuzo von Waffle Patterns. Als Basis ginge der auch.

Für den Rock habe ich bisher weder Stoff noch Schnitt. Zuerst werde ich mich mal um den Mantel kümmern. Trotzdem bin ich zuversichtlich. Irgendwie wird es schon werden.

Und bis zum Finale am 31.8. ist ja noch ein wenig Zeit.

 

Schnittmusterbeschreibung – Hermes, I AM Patterns, Dress and Shirt

Hermes heißt der Schnitt der französischen Firma I AM Patterns den ich in zwei Versionen ausprobiert habe. Als klassisches Hemd kommt der Schnitt auch verlängert zum Kleid. Es gibt Brustabnäher aber keinen Taillenabnäher. Durch die Quetschfalte am Rücken fällt der Schnitt weit und geht von der Hüfte gerade nach unten. Die Säume können abgerundet genäht werden. Für meine Figur mit wenig Taille ist der Schnitt ideal.
Anleitung:

Es gibt den Schnitt in englischer und in französischer Sprache, als PDF und als Papierversion. Ich habe nach der englischen Anleitung gearbeitet und die ist ausführlich und vollständig. Es gab keine Probleme.

Verwendeter Stoff:
Für das Kleid habe ich eine Denimstoff mit Stretch verwendet, das Hemd ist aus Viskosejersey mit etwas Elastan.

Größen:
Auch diese  Firma hat ein eigenes Größenschema. Vor dem Zuschneiden sollten die Maße der Großentabelle berücksichtigt werden. Ich habe die zweitgrößte Größe genäht.

Verarbeitunghinweise:
Nur den Brustabnäher habe ich nach unten verlegt und das Kleid um 12 cm gekürzt.

Brustpunkt verlegt

Da ich das Kleid im Rahmen eines Sew Along genäht habe wurden auch Veränderungen am Design vorgenommen:

  • Normale Knopfleiste  – verdeckte Knopfleiste
  • Quetschfalte in der Rückenmitte – zwei einseitige Falten über den Schulterblättern
  • runder Saumabschluss – gerader Saumabschluss
  • Nahttaschen rechts und links
  • Bindeband als Gürtel
  • Gürtelschlaufen
  • gelbe Ziernähte

Nahttasche an der Seite eingebaut. Hier mit Nadelkissen vom Kölner Treffen gezeigt.

Verdeckte Knopfleiste an das Schnittteil angeklebt

Verdeckte Knopfleiste

Faltenveränderung am Rückenteil

Das Hemd habe ich wie im Schnittmuster vorgesehen genäht. Nur die Brustabnäherverlegung und die verdeckte Knopfleiste habe ich übernommen. Aus der Quetschfalte ist eine Kellerfalte geworden. Und die Nähte sich Rechts-Links-Nähte, auch französische Naht genannt. Durch den Jerseystoff ist das Hemd besonders lässig und weit geworden. Ich trage es als Bluse aber auch als leichte Jacke über T-Shirts.

Fazit:

Ein klassischer Hemdenschnitt und  sehr gut konstruiert. Er passt mir ziemlich gut. Sogar die leicht überschnittenen Schultern sind wie für mich gemacht. Wie gut, dass ich diesen Schnitt gefunden habe. Ich kann mir diesen Schnitt als Basis für viele weitere Kleidungsstücke vorstellen: z.B. Nachthemden, dünne edle Seidenkleider. Alles steht und fällt mit der Stoffwahl.

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Sportmax – vom Laufsteg in den Kleiderschrank 4.1

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank, diese wunderbare Initiative haben Anfang des Jahres Monika/Wollixundstoffix und Yvonne/yvonetsurreal gestartet. Die zweite Runde hat mir ein tolles Jeanskleid beschert.

Heute geht es um die 4. Runde. Wie immer stehen die Inspirationen am Anfang. Mir ist nach Herbst. Also habe ich die Laufstegmode für F/W 17/18 angeschaut. Und gefunden habe ich ganz zum Schluss eine mir bisher unbekannte Marke „Sportmax“ aus Reggio nell’Emilia, Italien . In deren Show Fall 17 Ready-to-wear aus Mailand haben mir gleich mehrere Stücke richtig gut gefallen.

Regenjacken/Mäntel

 

ein Pulli/Rockensemble

und ein Pseudopersianer

 

Die Fotos habe ich der Präsentation der Vogue entnommen.

Ich hab noch Zeit mir genau zu überlegen was ich will. Und ich kann schon mal üben so zu gucken wie die jungen Frauen die die Kleidung vorführen. Und ich schaue  bei Monika was die anderen Frauen planen.

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