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Fischgraetenquilt „MY Song“

Fertig ! Und zum Schluss war es Kraftraining!! Den ganzen Stoff durch die kleine Nähmaschine zu schieben/ziehen/ war schwere Arbeit. Das ist aber fast vergessen. Ich habe ihn schon ausführlich genützt und er ist sehr brauchbar.

Hier habe ich über meine neue Vorliebe und die Pläne berichtet. Der Probequilt ist jetzt fertig. Viele Erfahrungen habe ich gesammelt.

Der Quilt ist 146 cm mal 175 cm groß geworden. Das Muster hatte ich schon auf der „grünes Band Reise Teil 4“ online gekauft. My Song von Anna Joy French Design.

Die Decke besteht aus lauter alten Stoffen. Das weiße ist ein altes leinenes Betttuch aus meiner Aussteuer, oft gebraucht aber noch ganz gut. Die blauen und grünen Stoffe sind aus unterschiedlichen und ganz interessanten Quellen. Ich habe deshalb ein Etikett geschrieben und auf die Rückseite genäht.

Die Zwischenschicht besteht aus Baumwollvlies, speziell für Quiltdecken. Es ist beim ersten Waschen der Decke etwas eingelaufen. Das ergibt diesen von mir gewünschten knubbeliegen Effekt. Für die Rückseite und auch die Seiteneinfassung habe ich Stoff gekauft. Die Rückseite besteht aus dunkelblauem Polyesterfleece. Das macht die Decke besonders kuschelig.

Für die Verarbeitung war der Stoff aber eine Herausforderung. Dehnbar, etwas eigensinnig … Mehrfach habe ich getrennt um die drei Schichten der Decke einigermaßen glatt zusammenzunähen. Die zweite große Herausforderung war das Quilten der schrägen Nähte immer an den „Fischgräten“ entlang. Traditionell wird der Stoff dazu eingerollt um ihn glatt unter dem Nähfuß hindurchzuführen. Es ist mir nicht sehr gut gelungen. Je genauer die Decke inspiziert wird um so deutlicher werden die Probleme die ich hatte:

Krumme Nähte, unegale Stichbreiten, machmal schaut der dunkelblaue Unterfaden auf der Vorderseite hervor. Ich bin eben eine Quiltanfängerin.

Und sehr zufrieden mit dem ersten Werk.

Quilt

Seit 6 Jahren hängt diese Landkarte im Flur. In den letzten 4 Jahren haben wir unsere genaue Reiseroute dort eingezeichnet. Letztes Jahr haben wir die „Grüne Band Reise“ abgeschlossen und nun soll auch die Karte von der Wand. Ich habe aber noch etwas besonderes mit ihr vor. Sie soll mir als Muster für ein Map Quilt dienen.

Bei der Vorbereitung auf die Reise bin ich im Internet auf ein Quilt von Clara / Bimbambuki gestoßen. Clara wohnt gerade in Petersburg und hat einen Teil ihrer Stadt in Stoff als Quilt verarbeitet. Das hat mich sehr fasziniert. Sie hat die Schritte in ihrem Blog dokumentiert und ich habe eine Ahnung davon bekommen wie anspruchsvoll und interessant so ein Projekt ist. Bis dahin hatte ich für mich vollkommen ausgeschlossen jemals Quilts selber anzufertigen. Die wenigen Werke bei Patchworkausstellungen fand ich nicht sehr ansprechend, oft altmodisch, mitunter merkwürdig in der Farbwahl und der Motivgestaltung, allerdings hatte ich immer große Hochachtung vor dem hohen handwerklichen Können.

In Sankt Petersburg konnte ich Claras Werk anschauen und ein wenig mit ihr über die Entstehungsgeschichte sprechen. Immer größer wurde die Lust doch auch so etwas zu versuchen. Schon während des Restes der Reise habe ich mich damit beschäftigt, in den Antiquariaten in Russland, Schweden und Finnland nicht nur nach Nähbüchern sondern auch nach Quiltliteratur Ausschau gehalten, Quiltmagazine gekauft,

in den Museen alte Quilts fotografiert…….

Das Thema hat mich nicht mehr losgelassen. Der Quiltbereich im Internet ist riesengroß. Und es gibt moderne Quilts die mir sehr gefallen. Für mein Projekt aber habe ich immer mehr Fragen gehabt: Welche Technik, was für ein Stoff, welche Farben??????

Nach langem Zögern habe ich mich entschlossen einfach mal anzufangen. Zuerst nähe ich einen Probequilt um mich mit dem Hantieren mit Rollenschneider, Inch Lineal, Batting, Backing usw. zu üben. Und an der Volkshochschule habe ich einen Patchworkkurs gebucht. Aus lauter alten blauen und weißen Stoffen fertige ich einen Fischgrätenquilt. Etwas grün als Kontrast kommt noch dazu. Das Muster dafür habe ich schon während der Reise durch Russland online gekauft. Die Stoff sind überwiegend schon Jahrzehnte in meinem Besitz.


So weit so gut. Im Hinterkopf beschäftigt immer weiter der Map Quilt. Es gibt zwei konkurierende Varianten.

Die Firma Haptic Lab verkauft Vordrucke von Stadtplänen, die dann mit einfachen Stichen auf Baumwollstoff gestickt und zu Quilts verarbeitet werden. So einen Vordruck könnte ich mit meiner Karte anfertigen und die Länderkonturen, die Reiserroute und sonst noch allerlei Besonderes einsticken.

Die zweite Variante ähnelt dem Piterquilt von Clara. Mit English Paper Piecing Technik (Land an Land mit der Hand zusammennähen) und Needle Turn Technik (manche kleinere Sachen oder auch ganze Länder auf einen Unterstoff applizieren) könnte so Stück für Stück die Landkarte aus Stoff entstehen. Hier gibt es noch andere Beispiele für diese Technik.

Vielleicht sollte ich beide Techniken auf kleinen Kissenplatten ausprobieren?

Nun, zunächst arbeite ich weiter am Herringbone Quilt und entscheide ob ich Polyester-, Baumwoll-, Woll-, Ikeaflies oder Bambusbatting als mittlere Schicht bevorzuge. Fragen über Fragen.

Meinungen und Erfahrungen von euch sind hochwillkommen.