Reisekleidung – Teil 2, theoretische Überlegungen

Im Zusammenhang mit unserer „Green Belt Reise“ denke ich über meine Reisekleidung nach. Dabei überlege ich auch, was ich noch selber herstellen will. Nicht alles soll selbstgenäht sein. Es gibt gekaufte Kleidungsstücke die ich schon seit mehreren Jahren nütze, sehr mag und die mir auf bei dieser Reise gute Dienste tun werden.  Ich fasse hier den Stand meiner theoretischen Überlegungen zusammen und hoffe, dass ihr eure Erfahrungen mit Reisegarderobe, eure Ideen, „ja abers“ und Anregungen als Kommentare einbringt. Darauf bin ich sehr gespannt.

Theoretische Überlegungen:

Für die Menge der Kleidung ist es fast unerheblich ob die Reise 4 oder 10 Wochen dauert.
Im Prinzip braucht es immer 3: „1. das, was gerade getragen wird, 2. das, was gerade dreckig ist und 3. das, was gewechselt werden kann“.
Bei längeren Reisen muss einkalkuliert werden das zwischendurch eine oder mehr Wäschen erforderlich sind. Im Internet gibt es eine Vielzahl von hilfreichen und auch schwachsinnigen Handreichungen für die Zusammenstellung einer funktionierenden Reisegarderobe. Hier ist mein aktueller Stand:

 

Rahmenbedingungen:

Reisedauer: 9 Wochen, Bulgarien, Mazedonien, Albanien
Wetter: Frühling, 10 – 20 Grad, im Durchschnitt 10 Regentage pro Monat
Aktivitäten: Wanderung, Besichtigungen, Stadtspaziergänge, kulturelle Veranstaltungen
sonstige Bedingungen: unklare Verfügbarkeit von Waschmaschine bzw. Wäscherei,
Art des Transportes: Autoreise, es muss nicht alles in einen Rucksack passen!

Anforderungen an die Garderobe:
Alle Kleidungsstücke sollen untereinander kombinierbar sein,
die Oberteile sollen übereinander tragbar sein um wechselnden Witterungen gerecht werden zu können
Kleidungsstücke sollen für sportlichere Aktivitäten (Schwimmen und Wandern) und für formalere Situationen (Museum, kulturelle Gelegenheiten, City Sightseeing) funktionieren
Bügelfrei und schnell trocknend!!
Etwas Abwechslung muss möglich sein.

Hier die Kleider und Stoffsammlung auf meinem Gästebett:

Reisegarderobe Sammlung

Stückliste:
4 T-Shirts in den Grundfarben Rot, Schwarz, Weiß, unifarbig, ev. gestreift, auch als Schlafshirt nutzbar
2 Tanktops
2 dünne Hemden, 1 schwarzes und 1 buntes,
1 einfarbiger Pullover
3 (2) Hosen, 1 Rock
1 Sommerkleid
1 Regenjacke
1 Jacket / Windjacke
1 Badeanzug
1 Gürtel
2 Schals
kein Schmuck
Wanderstiefel,
Treckingsandalen
Laufschuhe für „formalere“ Gelegenheiten
Unterwäsche, 2 Sets (1BH, 3 Slips)
2 Paar Socken

Die Reisedessoussets sind schon fertig

Schwarzes Reisedessousset

Rotes Reisedessousset

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In einem nächsten Post will ich meinen Plan eine Revision unterziehen indem ich eventuelle Anregungen aufnehme und die Stückliste konkretisieren.

 

24 Gedanken zu „Reisekleidung – Teil 2, theoretische Überlegungen

  1. Pingback: Reisegarderobe Teil 4 – endgültig entschieden | mema

  2. kuestensocke

    Boaahhh das ist ja spannend. Ich habe die Liste gelesen und gedacht, das ist viel zu wenige Kleidung. Nun habe ich das etwas sacken lassen und finde Deine Zusammenstellung sehr stimmig ( bis auf mehr Socken und Unterwäsche und einen extra Schlafanzug/Nachthemd und die schon ergänzte Strickjacke). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein langer weiter Rock eine Hose ersetzen kann, zum einen wegen der Temperatur aber auch zum moderaten Wandern mit Treckingsandalen. Ein Bleistiftrock ist weniger vielseitig einsetzbar und für „schick“ wäre ja noch das Kleid. Was für ein Rock ist denn auf Deiner Liste? Ich nehme keinen Schmuck mit in den Urlaub, lieber zwei Lippenstifte und Mascara 😉 Bei Socken, Shirts und Wäsche halte ich es teilweise wie Prinzenrolle – nicht alles muss wieder mit nach hause, manches tritt seine letzte Reise an. LG und viel Vorfreude! Kuestensocke

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  3. Prinzenrolle

    Noch eine Anregung: ich nehme auf Reisen gerne die Kleidung mit, die ich eigentlich ausrangieren will, weil sie (fast) abgeliebt ist. Nicht das, was ich aus irgend einem Grunde nicht gern trage, sondern was ob des Gern-Tragens langsam fadenscheinig wird o.ä. Und jede Menge Söckchen mit nicht mehr ganz so festen Bündchen oder dünner werdenden Stellen an Fersen oder Zehen. Die werfe ich dann nach einer Wanderung in den Müll. Socken unterwegs waschen finde ich nicht so angenehm.
    Auch bei meinem Mann rangiere ich Oberhemden nicht einfach so aus, sondern sammle sie „für den Urlaub“, wenn ich sehe, dass sie am Kragen oder an den Manschetten langsam dünn werden.
    Bei unseren Fahrrad-Urlauben ist es immer toll, dass die Packtaschen im Laufe der Wochen leichter und dünner werden. Aber eigentlich handhabe ich es im Urlaub immer so, dass ich nicht alles wieder mit nach Hause bringe – dafür dann Platz für Reiseerinnerungen in Form von Steinen o.ä. schaffe…
    Ich möchte auch im Urlaub nicht auf eine Kopfbedeckung verzichten – mit Krempe gegen zu viel Sonne oder gegen Regen.
    Spannend zu sehen und zu lesen, wie es andere machen!

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  4. nowak

    Noch eine Empfehlung für Schmuck.

    Gerade damit wird ein Kleidungsstück leicht „formeller“.

    Das muß kein echter sein, einige schöne und auffällige Teile Modeschmuck sind dafür perfekt. Das kann eine „Statement“ Kette sein, Armreif, Ohrringe, ein großer Ring… Mindestens zwei unterschiedliche Sachen. (Nimmt nicht viel Platz weg und wiegt nicht viel.)

    (Gut, ich habe gestochene Ohrlöcher, ich habe immer entweder Stecker oder kleine Klappcreolen drin. Die nehme ich dann auf der Reise nicht raus.)

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  5. Tily

    Bei Reisegarderobe fällt mir immer M. Winnemuth ein und ihre sehr durchdachte Reisegarderobe für die Reise um die Welt. http://www.vormirdiewelt.de/?p=185 Sie hat sich auch fast täglich fotografiert, so dass die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten sichtbar werden.

    Ansonsten plädiere ich auch für ein großes Tuch, das zur Garderobe passt, notfalls aber auch mal über das Bett gelegt werden kann, wenn es zu kalt ist.

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    1. Mema Beitragsautor

      Ich kenne die Unternehmung von Frau Winnemuth und habe sie genau verfolgt. Ihre Reisegarderobe ist wunderbar und entspricht sehr auch meinem Vorhaben. Ihre Stoffwahl (bzw. die von Frau Hovmann) ist großartig aber es gelingt mir nicht diese Art Stoff (Technotaft / Microtaft) mit den besonderen Pflegeeigenschaften (bügelfrei, und im Handumdrehen trocken) zu finden. Ich bin aber immer noch auf der Suche danach. Mittwoch bei hüko in Berlin habe ich eine nächste Gelegenheit. Ich reise immer mit einem sehr dünnen wollenen Tuch, das werde ich in die Stückliste aufnehmen. Im Moment steht es noch auf einer anderen Liste, beider Reiseapotheke und der Taschenlampe.

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  6. schildkroete

    Ich friere ja gerne, würde daher noch was Wärmeres für´s Bett mitnehmen, vielleicht auch b. Bed. anders einsetzbar, z.B. eine schmalgeschnittene Sweathose & ein Langarmshirt. Und 6 Unterhosen wären mir auch zuwenig, außerdem noch eine Stimme für Strickjacke(n). Ich würde auch ein kleines bisschen Schmuck mitnehmen…….zum Kleid…..
    Viel Spaß beim Planen, herzliche Grüße
    Sabine

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    1. sabine

      äh, vergessen, beim post von fraubuntekleider eingefallen: meine rumlümmelhose ist eine lange sportunterhose, sieht aus wie ne legging, kann wahlweise auch noch irgendwo drunter gezogen werden, hilft in kalten nächten und ist unschlagbar, wenn man mit wenig gepäck auskommen will/muss: die nimmt so gut wie kein platz weg. und ja, eher strickjacke als pulli
      schönen sonntag
      sabine

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  7. SaSa

    Auch ich würde noch eine dünne Strickjacke und mehr Dessous mitnehmen.
    Bin gespannt, wie‘ s weitergeht!
    Liebe Grüße, SaSa

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    1. Mema Beitragsautor

      Eine Strickjacke kommt mit. Die Dessous sind schnell waschbar, mit noch ein paar zusätzlichen Unterhosen lasse ich es darauf ankommen.

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  8. Buntekleider

    Noch eine Stimme für Strickjacken, mehrere eine schmale kurze zum Unterziehen unter die Regenjacke. 10 Grad können ganz schön kalt sein. Und eine lange, wie Nina zum Einmuckeln und für die Abwechslung bei der Silhouette. Ich würde auch mit 2 oder sogar nur einer Hose auskommen. Ein Wollshirt bzw ganz schmaler Unterziehpulli finde ich für Zwiebelung auch sehr praktisch. Und Leggings, auch als lange Unterhose zu nutzen. Aber ich meine mich zu erinnern, dass du Leggings nicht besonders magst.
    LG,
    Claudia

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  9. sabine

    reise(kleidungs)planung ist was tolles! dinge, die für mich nie fehlen dürfen: Stricksocken, die (auch) Hausschuhe ersetzen und eine bequeme rumlümmelhose (z.B. für regentage, die man auch mal im hotelzimmer lesend auf dem bett verbringt). Bewährt hat sich auch ein großes wolltuch, vielseitig einsetzbar.
    freu mich auf die weitere entwicklung deiner reisegarderobe und ein reisebericht wäre in der tat ganz wunderbar!
    viele grüße
    sabine

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    1. Mema Beitragsautor

      ja, einer der Schals wird ein großes Tuch sein. Ich nehme auf die Reise immer auch eine dünne große Wolldecke mit. Die kann auch als Schal dienen. Ich werde sie in die Stückliste aufnehmen.

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  10. Bettina

    Mir würde eine oder sogar zwei Strickjacken fehlen, dafür würde ich keinen Pullover mitnehmen.

    Unterwäsche wäre bei mir das doppelte ,ich schwitze beim Wandern auch gerne die BHs durch, daher nehme ich auch gerne einen Sport BH zusätzlich .

    Schals nehme ich auch immer einen dickeren Loop mit, für frostige Stunden morgens oder abends !

    Socken nehme ich gerne Trekkingsocken , die finde ich lauftechnisch toll!

    Freue mich weiterhin hier bei deiner Planung mitzulesen, meine persönliche WanderPlanung bezieht sich auf die deutsche grüne Grenze . Auf Deine Reiseberichte freue ich mich heute schon…….

    Schönes WE

    Bettina

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    1. Mema Beitragsautor

      Die grüne Deutschlandgrenze war die Inspiration für unsere jetzigen Reise. Mein Mann hätte sie ohne mich erwandert wenn wir nicht überraschend gemeinsam den Ruhestand hätten antreten können. Viel Vergnügen bei der Reise.
      Ein Paar der Socken werden Trekkingsocken für die Wandertiefel sein. Die BH’s sind so, dass das Gebrauchte immer kurz gewaschen werden kann.

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