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Hemdblusenkleid mit doppeltm Kragen und unterschiedlichen Vorderteilen – Schnittmusterbeschreibung

Schon 2013 habe ich mit den Vorbereitungen für dieses Kleid angefangen: Schnittmuster anpassen, Stoff suchen, Fähigkeiten trainieren……..
Vor noch längerer Zeit habe ich dieses Buch von Stefanie Kroth gekauft. Ziemlich schnell verguckte ich mich in das Hemdblusenkleid mit den zwei unterschiedlichen Vorderteilen.

Zunächst habe ich aber den im Buch enthalten Grundschnitt probiert und angepasst. Und dann die Schnittmusterteile incl. aller Variationen auf dickes Papier kopiert. So hängt der Schnitt jetzt griffbereit im Nähzimmer und kann als Basis für unzählige Blusen dienen.



Weiter ging es mit zwei Blusen, ich habe einen passenden Stoff für das Kleid gesucht und viele Male in meiner Nähgruppe über das Vorhaben gesprochen.

Beschreibung des Kleides
Im Prinzip handelt es sich um ein Hemdblusenkleid. Es gibt allerdings einige Besonderheiten:
– angeschnittener rechts und angesetzter Knopfleiste links,
– Dreiviertelärmeln,
– Falte im Rücken,
– abgerundetem Saum,
– Rückenpasse,
– Taschen in der Seitennaht und
– einem doppelten Liegekragen, das heißt, der Kragen hat keinen Steg,
– das rechte Vorderteil wird im schrägen Fadenlauf geschnitten und vorher erweitert. Die Stofffülle wird mit einem halben Gürtel gebändigt.

Anleitung
Im Buch enthalten ist ein Blusengrundschnitt Größe 34 bis 48. Es gibt umfangreiche Anleitungen zur Anpassung der Grundschnittes und dann zur Modifizierung um eine der vielen Blusenschnittmuster zu konstruieren. Für wichtige Blusennähschritte sind ausführliche Anleitungen beschrieben.

Verwendeter Stoff
Ich hatte Schwierigkeiten einen passenden Streifenstoff zu finden. Die grün, weinrot, weißen Streifen sind ein Kompromiss für mich. Der Stoff ist ein fester Baumwollstoff in Satinbindung.

Größe
Ich habe die Größe 48 für mich angepasst.

Verarbeitungshinweise
Der Doppelkragen hat mir viel Mühe bereitet. Um zu verstehen wie er konstruiert wird brauchte ich verschiedene Testläufe, zunächst auf Papier und dann in Stoff.


Ich habe mir auch um die Pflege des Kleides Gedanken gemacht. Insbesondere das Bügeln des Vorderteils mit dem Gürtel nach dem Waschen habe ich mir sehr kompliziert vorgestellt. Deshalb ist der Gürtel in der Mitte jetzt abknöpfbar.

Fazit
Ein langer Prozess der meistens Spaß gemacht hat. Mal sehen wie oft ich das Kleid tragen werde. Es gibt im Kleiderschrank viele passende Kleidungsstücke. Sogar eine Mütze passt dazu.

Nähtreffen

Seit Oktober 2011, seit 15,5 Jahren, berichte ich hier über mein Hobby. Virtuelle Nähtreffen und dann auch reale Treffen mit anderen Nähbloggerinnen gehören untrennbar dazu.

Wahrgenommen (aber nicht hingefahren) habe ich das 3. Bloggerinnentreffen in Berlin 2012. 2014 haben wir dann in Bielefeld ein Treffen ausgerichtet. Im Folgenden fanden noch an verschiedenen Orten solche Treffen statt. Ich selbst war in Köln und in Hamburg. Immer gab es ein kleines textiles Rahmenprogramm wie gemeinsame Ausstellungs- oder Atelierbesuch, Zeit zum Stoffkaufen und, ganz wichtig, ausgiebige Treffen, um sich auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln. Schon länger habe ich nichts mehr von dieser Art Treffen gehört. Gibt es sie noch? Sind die Frocktails ( Berlin, Basel, München die glamourösen Nachfolgeunternehmungen?

2014 hat auch die erste AnNäherung in der Jugendherberge Bielefeld stattgefunden. Organisiert wurde sie jährlich im Januar von 3 bloggenden Näherinnen. Die schwierige Zeit wähend Corona hat auch hier einen Bruch erzeugt. Annäherungenen in der Jugendherberge in Bielefeld gibt es weiterhin jeden Januar. Eine Frau aus der Gründungsgruppe hat die Idee übernommen und organisiert weiterhin solche Nähtreffen an ganz verschiedenen Orten in Deutschland. Im Moment ist mir unklar wo es zu den jeweiligen Veranstaltungen Informationen gibt.

Die Jugendherbergen zwischen Nordsee und Sauerland haben auch ein Nähangebot entwickelt: Nähcamp heißt es und der Link führt zu den einzelnen Veranstaltungen. Hier auf Instagram gibt es Bilder und Berichte. Ich war mit zwei Nähfreundinnen 2024 in Paderborn. Unsere Erfahrungen waren sehr gut. Die Mitarbeiterin, die uns an dem Wochenende begleitete, war ausgebildete Schneiderin! Das gibt es nicht so oft. Sowohl für 2025 als auch für 2026 waren die Termine blitzschnell ausgebucht. Wenn man in der Jugendherberge nähen will, muss man schnell sein.

Schon lang organisieren professionelle Nähtreffen.
Stoffproduzenten Zuleeg – Nähen an der Quelle des Stoffes
Maßschneiderinnen Prime Pattern , Modeatelier Inge Szoltysik
Schnittmusterentwicklerinnen Knorke
Nähmaschinenhersteller Bernina
und Modedesignerinnen Görtz Gütersloh

Meine Aufzählung ist überhaupt nicht vollständig. Es gibt sehr viel mehr!

Ganz in der Nähe hat die Modedesignerin Annette Görtz gerade im März zum ersten Mal ihren Atelier_Workshop organisiert. Weitere sollen folgen. Ich habe mich mit zwei Nähfreundinnen beteiligt und es hat uns viel Spaß gemacht. Wir sind mit unseren Nähmaschinen angereist, konnten uns aus einem kleineren Stofffundus bedienen und hatten die Wahl zwischen 10 Schnittmustern. Genäht wurde in der Zentrale des Labels. Wir haben die riesigen Zuschneidetische und die proffessionellen Bügeltische nutzen können. Die Mitarbeiterinnen der Modellschneiderei haben uns mit bewundernswerter Geduld unterstützt und Annette Görtz hat viele Tips gegeben, um die Kleidungsstücke individueller werden zu lassen. Die regionale Zeitung die Glocke hat über das Treffen berichtet. Die Stimmung ist sehr gut wiedergegeben.
Die ausgewählten Schnittmuster wurden in unserer Größe direkt geplottet, auf ganz speziellem Papier, dass auf den Stoff aufgebügelt werden konnte. Dann erst wurden Schnittteile aus Papier und Stoff gemeinsam ausgeschnitten. Sehr praktisch. Ich habe mich das ganze Wochenende mit der Produktion von zwei weiten Hosen beschäftigt. Dabei habe ich endlich verstanden wie die Taillienabschlüsse und der Reißverschluss gearbeitet sind. Ich trage schon lange Hosen von Annette Görtz und mir gefällt ihre Lösung besonders gut. Meine Versuche es selbst hinzukriegen waren sahen immer ehr laienhaft aus (kein Wunder, ich bin ja auch eine Laiin). Jetzt kann ich es.

Kopfbedeckungen – Baretts

Das Linktool des Memademittwoch ist seit einiger Zeit auch donnerstags geöffnet. Ich kann also heute noch zum MMM Dezember 2025 meine selbstgemachten Kopfbedeckungen dokumentieren.
Das sind alles Baskenmützen oder Baretts. Es gibt unterschiedliche Bezeichnungen dafür. Wer etwas tiefer in die Geschichte und Verbreitung einsteigen will, dem empfehle ich The Beret Project .

Auch Kopfbedeckungen sind leicht selbst zu machen. Im Sommer habe ich mit Nähfreundinnen im Ferienhaus das neue Schnittmuster Louvre aus der Zeitschrift Tauko genäht. Ein schönes Projekt und nachdem wir verstanden hatten, wie es zusammen passt, ging das Nähen schnell. Inzwischen habe ich sogar einen kleinen Youtubefilm als Anleitung gefunden. Fürs Nähen braucht es nur ein Schnittmusterteil, 6 mal ausgeschnitten. Und die Teile passen so nebeneinander, das es keinen Verschnitt gibt und die Mütze ein wirkliches Nowasteprojekt ist.
Zuhause habe ich dann noch eine rote Mütze nachgenäht. Rot geht hervorragend z.B. mit meiner bunten Lieblingsjacke und blau passt oft und hier zum blauen Jasika Blazer. (ich merke gerade, dass ich dieses Schnittmuster nicht verbloggt habe).

Mir ist dann noch ein anderes Mützenschnittmuster eingefallen. Zuerst habe ich es bei Donna gesehen. Es ist ein asymetrisches Barett von Simprin. Hier trage ich es zu meiner kleinen schwarzen französischen Jacke.

Verschiedene ältere Baretts sind auch noch im Gebrauch. Von links nach rechts die drei schon vorgestellten Mützen und dann die gestrickten: Red Rose, hier in schwarz, von Isolda, Neep Heid von Kate Davies und eine Mütze gestrickt nach einem zetweise kostenlosen Muster der jährlichen Wollweek Shetland.

Immer wenn ich aus dem Haus gehe habe ich eine komfortable Wahl.

Winterquilt „Butterfly“

Den Sommerquilt Paratiisi mag ich sehr aber jetzt im Herbst, mit nur kleiner Heizung, kann es auch etwas wärmeres sein.

Im Nähzimmer lag seit 2020 ein kleiner Stapel mit einem angefangenen, aufwendigen Quilt. Der Japanquilt von Katharina hat mich begeistert. Angang 2011 hat sie ihn gezeigt und er ist mir immer mal wieder in den Sinn gekommen. Das Muster Schmetterling, manchmal auch Spulen genannt, ist damals offensichtlich europaweit populär gewesen. Ich habe jedenfalls eine vielzahl von Beispielen im Netz gefunden. Katharinas Quilt hat seinen Ursprung in einem japanischen Quiltbuch. Das habe ich mir besorgt und dann irgendwann 2020 angefangen, einige Quadrate genäht und wieder aufgehört. Nachdem ich diese Anleitung gefunden und ein paar Quiltlineale besorgt hatte, ging es etwas besser mit dem Muster, langweilig wurde es aber doch und ich habe alles wieder in einer Kiste verstaut.

Erst der Vorsatz die Projektstapel zu reduzieren (und der Wunsch nach mehr Wärme auf dem Sofa beim Mittagsschlaf) hat mir die nötige Disziplin gebracht auch dieses Langzeitprojekt zu beenden. Zu meiner heimlichen Freude habe ich drei kleine „Fehler“ eingebaut.

FERTIG!!!!!!

Hier jetzt einige Fotos von zwischendrin

300 Quadrate habe ich zugeschnitten und genäht und jedes Quadrat hat 7 Teile!! Die meisten Stoffe sind Reste. Ich finde Stoffe aus meiner Anfangszeit als Näherin, Erbstücke von meier Mutter, solche als meine Kinder noch klein waren, Schnipsel von meiner Kleidung, alte Oberhemdenreste meines Mannes, Stoff der für die Enkelkinder verwendet wurde usw.

Vor einiger Zeit hatte ich ein Rolle mit zugeschnittenen Stoffstreifen zum Quilten geschenkt bekommen. Die wurde auch verarbeitet.

Als Rückseite habe ich ein dickes, graues Biobaumwollfleece gekauft und die Füllung ist wieder Fleece mit einer Mischung aus verschiedenen Fasern. Quilters Dream heißt die Firma. Na dann. Es läßt sich gut darunter schlafen. Und die große Mühe die es gemacht hat die Decke mit der Maschine zu Quilten, den habe ich schon fast vergessen. Der Durchlass meiner Nähmaschine ist so klein. der halbe aufgerollte Stoff passte nur ganz knapp dadurch.

Ein sehr buntes Teil ist es geworden. Und ich bin so froh das es fertig ist. Drei Decken (Fischgrätquilt, Sommerquilt, Winterquilt) reichen für den Bedarf meines Haushaltes.

Und im Prinzip waren das alles Fingerübungen für den Reisequilt. Das sollte jetzt was werden!!

Sommerquilt „Paratiisi“

Nachtrag vom letzten Jahr. Dieser Quilt ist schon im Frühjahr 2021 fertiggestellt worden.

Vor einiger Zeit habe ich meine Sofaecke neu beziehen lassen und der Fischgrätenquilt hat mir dazu nicht mehr sehr gut gefallen. Angefangen und dann in die Ecke gelegt hatte ich noch ein weiteres Quiltprojekt, ein Scrap Quilt, ein Projekt mit lauter kleinen Stoffstücken. Hier habe ich den tatsächlichen Aufwand total unterschätzt.

Ich wollte ein schnelleres Projekt! Nach längerem hin und her und nachdem ich meinen Vorsatz nur gebrauchte Stoffe für „Flickendecken“ zu verwenden über Bord geworfen hatte, stand der Plan fest.

Als Muster „Spring in Paris“ von Brigitte Heitland allerdings nicht quadratisch sondern etwas verlängert, weil als Sofadecke nützbar und als Inspiration für den neuen Stoff die Farben des finnischen Geschirrs Paratiisi das meine Tochter mir geschenkt hatte. Da ich eine sehr unerfahrene Quilterin bin, kam es mir gerade recht, dass die Designerin mit diesem Muster ein QAL (Quilt Along) organisiert hatte.

Und dann kommt das. was alle Quilterinnen kennen:

Die fertige Decke gefällt mir sehr. Als Füllung „Batting“ habe ich mich für eine dünne Fasermischung (Wolle, Seide, Viskose, Baumwolle) entschieden und die Rückseite, das „Backing“ ist ein Flanellstoff. Das dünnere Werk hat mich mit meiner kleinen Haushaltsnähmaschine nicht so sehr überfordert wie es beim Fischgrätenquilt der Fall war.

Ein schöner Sommerquilt ist es geworden.